Mo. 03. Oktober 2022

Schlechtes Wetter hat durchaus auch seinen Reiz

Zugegeben, bei schlechtem Wetter sind die Gesichter zu Beginn erst einmal nicht ganz so strahlend und die Blicke etwas skeptisch. Aber es ist doch immer wieder beeindruckend, dass bei schlechtem Wetter oft am meisten gelacht wird!

Was für ein hin und her. Die Wettervorhersage so sprunghaft, wie selten. Hoffnung, Zuversicht, Befürchtungen, schlaflose Nächte... Das ganze Programm, bevor man dann endlich eine Entscheidung trifft. Die Chiemgauer Bilderbuch Überschreitung findet statt, zumindest zur Hälfte.

Und gut war es! So hatten wir einen recht ordentlichen Aufstiegstag. Zügig waren wir heroben bei der Dürnbachalm, eine schnelle Brotzeit und kaum zu glauben, ein bisserl Aussicht war uns auch vergönnt "da drüben wären wir morgen gegangen und bis zum angezuckerten Fellhorn rüber......".

Dann beim Abstieg schon die ersten Tropfen...Schnell die wasserdichte Ausrüstung übergezogen, den Regenschirm gezückt und Richtung Unterkunft.

Wie erfreulich war da die Ankunft in der gut geheizten Traunsteiner Hütte, wo schon der Apfelstrudel duftete. Rote Backen und Freude, weil es geschafft ist. Als dann auch die etwas umständlichen Bestellmodalitäten geklärt waren, stand einem gemütlichen Hüttenabend nichts mehr entgegen.

Am nächsten Morgen dann Dauerregen. Wieder rein in den Anorak, Regenüberzug anziehen, Schirm in die Hand und los gehts.

Wieder einmal zeigte sich, dass das Wetter zwar wichtig ist, aber nicht das Wichtigste und man gerade bei Regen tolle Eindrücke und besonders viel zum Lachen haben kann!


 
 Fr. 23. September 2022

Herbst bleib do

Als ich die Wanderung zum Brennkopf - vor einem Jahr - erkundet hatte, war ich nicht nur begeistert von der schönen Tour, sondern dachte mir, dass dies die ideale Tour für einen sonnigen Herbsttag sein müsste.

Und manchmal hat man dann auch Glück! Nach einer längeren Schlechtwetterphase endlich ein paar sonnige Herbsttage. Wie bestellt für die Wanderung zum Brennkopf. Doch diese Runde konnte nicht nur mit Sonne aufwarten, sondern auch mit Ausblicken, wie man sie selten hat. Vom Inntal bis in die Berchtesgadener und Hohen Tauern und stets den Kaiser vis a vis. Besonders beeindruckend natürlich der erste Schnee auf den Gipfeln.

Wir genossen den schönen Herbsttag in vollen Zügen. Bei der Brotzeit auf einem sonnigen Grashügel wurden dann die ersten Pullis ausgezogen und ein Nickerchen gemacht. Dann eine kurze Zeit der Stille, zum Einswerden mit der Landschaft. Den Moment genießen, den Kühen beim wiederkäuen zuschauen und die Stimmung auf sich wirken lassen.

Herbst bleib hoid do!

 


 
 Do. 04. August 2022

Jodelwanderung auf der Chiemhauser

Drei wunderbare Rückmeldung zur Jodelwanderung am vergangenen Sonntag. Damit ist eigentlich schon alles gesagt!

Liebe Josefine,

".... es hat sooooo Spaß gemacht gestern!!! Das Wandern, die wunderbare Strecke, die du ausgesucht hast, und das Jodeln selbst. Beides so zu kombinieren, wie Du es machst, ist wirklich genial und es war bestimmt nicht meine/unsere letzte Jodelwanderung. Angelika leitet das so toll an..... Sehr sympathisch, motivierend und absolut ansteckend euer Dreier-Team"

"Ich fand es so wunderbar gestern. Fühl mich reich beschenkt!"

"Wir haben gestern noch ganz viel gesungen, um die erlernten Jodler zu verankern! Es war ein herrlicher Tag! Danke!"


 
 Mo. 04. Juli 2022

Geigelsteinrunde - wenn Bergträume wahr werden

Ein Wochenende zum Seele baumeln lassen, zum Eintauchen in eine wunderschöne Landschaft und zum gemeinsamen Genießen mit anderen.

Eine wunderschöne 2Tageswanderung rund um den Geigelstein liegt hinter uns.

Schon beim Aufstieg durch das Breitensteinkarl ein laues Sommerlüftchen, hinein ins Blütenmeer und der sommerlichen Stimmung auf dem Berg. Oben auf dem Sattel dann eine ausgiebige Mittagsrast: Bergschuhe ausziehen, ein Nickerchen machen und ein bisserl jodeln. Nix pressiert!

Die Priener Hütte eine freundliche und empfehlenswerte Übernachtung. Das Glück, auf der Terasse den Grassauer Blechbläsern zuhören zu dürfen, ein Spaziergang im Abendlicht, den Kaiser vis a vis und abends nicht nach Hause müssen.

Dann am nächsten Tag die kühlende Frische, Frühstück auf der Terasse mit selbstgebackenem Brot. Der Abschied fällt schwer.
Dann der schweißtreibende Aufstieg zum Gipfel des Geigelsteins. Schauen, staunen und die Ruhe genießen, Höhenwanderung zur Roßalm. Große Einsamkeit, botanische Raritäten und immer wieder neue Ausblicke.

Dann die Rast bei der Haidenholzalm. Fürstlich wurden wir von der Sennerin verköstigt, beste Brotzeit und ein gemütliches Platzerl auf der Hausbank. Das richtige, um nochmal Kraft zu tanken für den Abstieg. Bei der Ankunft müde Beine, verschwitzt, aber glücklich und zufrieden.

Herz, was willst Du mehr!

 


 
 Di. 28. Juni 2022

Jodelwanderung mit den Straubingerinnen

Liebe Josefine,
auch für uns was es eine Freude mit ganz vielen Gänsehaut Momenten. Ihr beide habt das Beste aus uns rausgeholt und die Jodellust in uns geweckt.
Ganz herzliche Grüße, vielleicht bis bald mal wieder
Andy, Andrea, Bärbel, Doris, Ev und Margit


 
 Mo. 13. Juni 2022

Jodelwanderung zur Karspitze

Wenn auf dem Berg die Sonne scheint, der Himmel blau ist und ein leichtes Lüftchen bläst, dann gibt es keinen schöneren Ort, um einen Jodler anzustimmen.

Bei der gestrigen Jodelwanderung hatten wir die besten Voraussetzungen für eine schöne Jodelwanderung - ein schattiger Aufstieg, eine herrliche Aussicht und wunderschöne Plätze, einen Jodler in die Welt hinaus zu schicken. Und wenn wir auf "Publikum" trafen, dann stimmten einige sogar spontan mit ein.

Ob es nun djo iri oder ho iri heißt, ist beim Jodeln erfreulicher Weise nicht so wichtig. Beim Jodeln kommt es auf den Klang, auf das innere Schwingen an und dass man sich tragen lässt von der Stimmung auf dem Berg.

Für diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren, war es nicht ganz einfach auf Anhieb die Jodler auseinander zu halten und die ungewöhnlichen Vokale raus zu lassen. Und so gab auch viel zu lachen wie z.B. beim "Kuadreck" Liad.
Ob auf dem Gipfel der Karspitze oder unter einem Kirschbaum - immer fanden wir Plätze, wo wir einen Jodler anstimmten.

Ein rundum herrlicher Tag mit guter Stimmung und schönen Klängen!
Eine echte Auszeit für die Seele!

 


 
 Do. 02. Juni 2022

Wenn Engel reisen....

Der perfekte Bergtag war das gestern: Herrliche Aussichten, ein erfrischendes Lüfterl, eine Blumenvielfalt vom Feinsten und Frauen, die das alles genießen können!

Was für ein Glück wir doch gestern mit unserer Frauenwanderung hatten. Das Wetter passte ideal und dank des abgelegenen Zieles konnten wir in Ruhe die alpine Landschaft und eine Blumenvielfalt genießen, wie man sie selten bei einer Wanderung antrifft.
Von der Mehlprimel, der Kugelblume, dem Alpen-Steinquendel (den ich fälschlicherweise als Gundermann bezeichnete), dem buchsblättrigen Kreuzblümchen bis hin zu Orchideen und Enzianen, war einiges geboten. 

Aber auch die Aussicht vom Pastaukopf auf die umliegenden Berge war äußerst ungewöhnlich. Wann sieht man schon die Nordseite des Spitzsteins, die Südseite der Hochries oder die Altkaseralm von hinten? Nicht verwunderlich also, dass ein bisserl Verwirrung entstand.

Aber alles kein Problem. Uns kam es gestern nicht in in erster Linie auf exakte Bezeichnungen an, sondern auf den Genuss, die Ruhe, das nette gemeinsame Unterwegssein und dass wir zusammen einen schönen Tag haben. Und den hatten wir gestern - ohne Zweifel!


 
 Di. 24. Mai 2022

Zwei Tage auf den Spuren des Salzes

Wandern auf historisch bedeutsamen Wegen, wie dem Soleleitungsweg von Inzell nach Bad Reichenhall ist schon ein ganz besonderes Vergnügen - auch für "Einheimische"

Für die meisten war die Wanderung am vergangenen Wochenende eine richtige HeimatEntdeckerTour. Neugierig war man auf Bad Reichenhall und die Weißbachschlucht. Was sonst nur der "Urlaubsgast" besucht, wurde dieses Mal von einer Wandergruppe aus der näheren Region entdeckt.

Neben dem sehr abwechslungsreichen Soleleitungsweg - immer am Weißbach entlang - war auch der Besuch der Kurstadt Bar Reichenhall und der Alten Saline ein beeindruckendes Erlebnis. Ingenieurskunst, prächtige Gebäude und der königliche Kurgarten zeugen davon, wie das Salz die Region zu Reichtum gebracht hat. Ein gemütlicher Ausklang bei einem Gustlbier im Biergarten des Bürgerbräu rundete den Tag ab.

Am nächsten Tag strahlte bereits die Sonne über die Dächer der Altstadt, herrlich frisch die Morgenluft, so dass der Aufstieg auf dem netten Zwergerlweg zum Thumsee das reinste Vergnügen war. Und dann noch der erfrischende Sprung in den See! Am liebsten wären wir hier geblieben. Aber es half nichts.
Schließlich wanderten wir auf einem kleinen und sehr feinen Wegstück der ehemaligen Soleleitung rüber zum Weißbach, teilweise konnte man hier auch noch die alten Deicheln bestaunen.
Das Highligt des Tages war dann aber sicher die Weißbachschlucht. Ganz nah am Wasser windet sich der schmale Pfad, mächtig ragen die dunklen, felsigen Nordfluchten des Ristfeuchthorns empor und unten tost das wilde und glasklare Wasser des Weißbachs. Was für ein Naturschauspiel!

Zum Schluss brachte uns dann der Bus zurück nach Inzell, wo wir uns noch Kaffee, Kuchen und ein Eis gönnten und uns über die zwei schönen Tage und die Entdeckung einer äußerst interessanten Ecke Oberbayerns austauschten!


 
 Do. 21. April 2022

Frühlingserwachen auf dem Berg

Der Frühling ist schon eine ganz besondere Jahreszeit in den Bergen. So kamen wir bei der gestrigen Frauenwanderung aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Die letzten Schneereste hatten sich gerade so verzogen, teilweise waren die Almwiesen noch braun, aber dank der wärmenden Sonne zeigten sich schon eine Vielzahl von Frühlingsblühern auf unserer gestrigen Wanderung.

Schlüsselblumen, Hundsveilchen, Günsel, Blutströpfchen, Schuastanagei und Zahnwurzen säumten unseren Aufstiegsweg entlang des Baches. Immer wieder gab es was zu Schauen und Staunen. Und dann der Blick hinunter ins Tal, die klare frische Luft, die wärmende Frühlingssonne im Gesicht und die Ruhe am Berg. Ein Tag für die Seele!

Mit zunehmender Höhe zeigten sich dann auch die begehrten Krokusse. Ganze Wiesenstücke waren übersät mit den kleinen weißen Frühlingsblühern. Ein paar Grad wärmer und sie hätten sich ganz geöffnet. Aber auch so, war es ein Vergnügen, sie zu sehen.

Das Brotzeitplatzerl auf der Hüttenbank war natürlich eine besondere Freude. So dicht an der Hauswand war es warm und schön sonnig. Am liebsten wären wir gar nicht mehr runter gegangen.

Ein Tag zum Krafttanken und Seele baumeln lassen!

 


 
 So. 06. März 2022

Aufhören, wenn es am Schönsten ist

So heißt es immer. Aber gar nicht so einfach. Nach so einem Schneeschuhtag wie gestern, fällt der Abschied besonders schwer.

Nicht nur, dass die Bedingungen gestern hervorragend waren: Blauer Himmel, Sonnenschein, eine großartige Weitsicht und an vielen Stellen noch leichter lockerer Pulverschnee, unverspurte Hänge.... Für einen Schneeschuhgeher das Höchste! Und gleichzeit spürt man, dass der Frühling bereits anklopt und sich schon in wenigen Tagen die weiße Pracht in matschigen Sulz verwandeln wird. Der richtige Zeitpunkt also um aufzuhören.

Nur leichter gesagt, als getan. Aufhören mit den Schneeschuhtouren heißt nämlich auch, dass es am Wochenende nicht mehr heißt, wo geht es heute hin, wie wird das Wetter, was soll ich anziehen, braucht es eine Brotzeit, kann ich die dünne Jacke anziehen oder soll ich lieber die dicke mitnehmen. Wer wird dabei sein, kenne ich jemand...? Eine liebgewonnene Routine geht zu Ende.

Zugegeben, dieser Winter war mehr als fordernd. Zu Beginn das ständige Bangen um Schnee, dann Wärme und Pappschnee gepaart mit heftigen Stürmen, dann noch Corona und die Impfnachweise... Und die letzen Wochen dann ein Finale, wie ein Feuerwerk: Pulverschnee, Sonne, blauer Himmel......... Diesen Winter sind wir wahrlich durch dick und dünn zusammen gegangen und dafür möchte ich danke sagen.

Danke für euer Durchhalten, für euer Lächeln bei Schneesturm, für eure Zuversicht, dass aus Regen Schnee wird, für eure Flexibilität, für euer Vertrauen, für euer Verständnis, für eure Offenheit, für das nette Miteinander und die herzlichen Begegnungen, für eure Begeisterung und Freude.

Das ist der schönste Lohn, den man sich wünschen kann und so macht es uns (Manuela, Sigi und mich) sehr wehmütig, dass die Schneeschuhsaison zu Ende geht.

Ganz lieben Dank für den schönen gemeinsamen Winter und wir freuen uns schon auf den nächsten!

 


 
 Mi. 02. März 2022

Drei Gipfelrunde

Für ein 360° Panorama braucht man eigentlich gar nicht so weit fahren. Man muss nur wissen, auf welchem Gipfel man dafür stehen muss!

Wie zufällig wurde aus der gestrigen Schneeschuhtour eine regelrechte Gipfelrunde. Nicht nur wegen der drei Gipfel, die wir quasi zufällig mitgenommen hatten, sondern auch wegen der hervorragenden Schneebedingungen und des guten Wetters. Und dass wir dann obendrein noch auf dem unscheinbaren, oberhalb der Rettenbachalm gelegenen Gipfel, eine 360° Rundumsicht hatten, begeisterte uns dann vollends. Vom Kaiser rüber zu den Berchtesgadener Bergen, Geigelstein, Mühlhörndl, Hochgern, Wendelstein, Brünnstein, Traithen, Pendling..., sozusagen alles was im Chiemgau Rang und Namen hat.

Was für ein Tag: Beste Fernsicht, glitzernder Pulverschnee, darunter ein tragfähiger Altschneedeckel und dazu noch blauer Himmel und Sonnenschein von Anfang bis zum Ende. Was will man eigentlich mehr.

Ein Schneeschuhtag, wie man sich ihn wünscht und von dem man nie genug bekommt. Die lachenden Gesichter und die gute Stimmung dieses Tages tragen sicher über so manche Mühen des Alltags hinweg.
Nur schade, dass die Schneeschuhsaison im Chiemgau allmählich schon dem Ende zugeht.


 
 So. 27. Februar 2022

Winterabenteuer für Schneeschuhschnupperer

Wenn graue Schneewolken am Himmel ziehen, wenn Neuschnee die Sicht eintrübt und wilde Wechten den Weg säumen, dann ist das schon ein bisschen Abenteuer!

Der Winter zeigte uns gestern noch mal so richtig, was er kann! Schneefall vom Tal bis zur Goglalm, mal leichter, mal stärker. Zwischendurch wurde es ganz grau am Himmel, manchmal öffnete sich ein Sonnenfenster und die dunklen Schneewolken umfingen uns. Ständig war eine neue Stimmung am Himmel zu bestaunen.
Und trotz der sehr winterlichen Bedingungen - oder gerade wegen des letzten Aufbäumens des Winters - hatten wir gestern einen schönen und vor allem beeindruckenden Tag.

Während es bei den meisten Zuhause schon grün ist und frühlingshaft, war der gestrige Tag ein nochmaliges Eintauchen in eine einzigartige Schneelandschaft. Herrlich der frische Neuschnee auf der festen Altschneedecke, der verschneite Winterwald, die wild geformten Wechten, entstanden durch dicht gepackten Triebschnee an Geländekanten. Wegstücke, die sonst breit und leicht zu gehen sind, wurden dadurch zu einem kleinen Abenteuer.

Das gestrige Schneeschuhschnuppern zeigte den Einsteigern also gleich mal, was man bei einer Schneeschuhtour so alles erleben kann und dass man winterlichen "Begleiterscheinungen" stand halten können muss. Und trotzdem gab es bei der Rückkehr freudige Gesichter und Begeisterung über das winterliche Abenteuer im Schnee.

 


 
 Mo. 21. Februar 2022

Sachrang ist immer für eine Überraschung gut!

Während es in Frasdorf noch geregnet hatte und die Frage aufkam, ob man nicht besser den Regenschirm mitnehmen sollte....

entspuppte sich Sachrang wieder als reinstes Winterparadies. Immer wieder erstaunlich, wie sich dort hinten im Priental der Schnee hält und wie es dort schneit, wenn es andernsorts schon grün ist.

So trafen wir am gestrigen Sonntag auf recht gute Verhältnisse für unsere Schneeschuhtour. Der anfängliche Schneefall verzog sich und schon bald wurden erste Sonnenfenster am Himmel gesichtet. Das ganze war angeblich ganz besonderen Sonnenbrillen zu verdanken, sozusagen mit "magischer Sonnenanziehung". Wie auch immer, nach der Brotzeit auf der Goglalm gab es zu unser aller Überraschung Sonnenschein und der harte Schnee firnte auf. Herrlich der Abstieg über die firnigen Almwiesen mit freiem Blick zum Kaiser. Mit so etwas hatten wir nicht gerechnet!

Das es sogar so schön wurde, dass wir beim Kaffee obendrein noch draußen in der Sonne sitzen konnten - bei Eierlikör und Mascarpone-Kuchen - war natürlich das Highlight des Tages.

Ulli, der mit dieser Tour zum Geburtstag beschenkt wurde, war sichtlich zufrieden mit seinem Geschenk, das - Corona bedingt - erst knapp zwei Jahre später eingelöst werden konnte. Wie schön, wenn das Leben auch nach 60 noch Überraschungen bereit hält!

 


 
 Di. 15. Februar 2022

Wie ist das Schneeschuhgehen doch so schön!

Sonne, blauer Himmel und eine unberührte weiße Schneedecke. Eine Mischung die glücklich macht!

Und so hatten wir es auch angetroffen am vergangenen Sonntag beim Schneeschuhschnuppern auf der Staffnalm. Während die Hänge vom Lift aus schon sehr braun aussahen und die Vögel zwitscherten, erwartete uns oben beim Ausstieg der schönste Winter.

Herrlich, wenn man seine Spuren in frischen Neuschnee ziehen kann. Hier zeigte sich wieder einmal, dass schattseitige Hänge auch ihren Reiz haben!
Aber kein Zweifel, dieses Mal trumpfte der herrliche Sonnenschein und die schöne Aussicht! Fast ein wenig unwirklich, wenn man oben im Schnee stapft und unten alles grün ist. Vor allem der Blick auf den blauen Chiemsee beeindruckte uns natürlich alle sehr. Nicht zu vergessen das Sonnenbankerl bei der Brotzeit.

Ein rundherum gelungener Tag, der allen viel Spaß gemacht hat und uns wieder einmal gezeigt hat, dass der Winter eine wunderschöne Jahreszeit ist und so ein Tag im Schnee richtig glücklich machen kann!

 


 
 So. 30. Januar 2022

Ein gelungener Einstieg

Schneeschuhgehen ist nicht schwer, aber dennoch gibt es ein paar Basics, für die es lohnt, einen Schnupperkurs zu machen!

Wer das Schneeschuhgehen lernen möchte, wird bald feststellen, dass das Gehen an sich keine Kunst darstellt. Schnell hat man die Schneeschuhe angezogen und hat auch den Bewegungsablauf raus. Dann bleibt nur noch die Frage, gehe ich lieber ganz vorne und power mich aus, oder reihe ich mich lieber in den hinteren Reihen ein.

Dass Schneeschuhgehen eine Teamleistung ist, konnten wir bei der gestrigen Tour zur Käseralm wieder einmal erleben. Wie gut, dass die "Jungen" mit ihrer Energie eine schöne Spur in den schweren Pappschnee stapften und die anderen sich genüsslich darin fortbewegen konnten.

Dass Power aber alleine noch keine Schneeschuhtour macht, war gestern auch Thema. Wie wichtig das Wissen darüber ist, wann und wo ich im Winter gehen kann, wie hilfreich Beschilderungen vom Sommer im Winter sind und wie ich sicher und naturverträglich unterwegs sein kann und naturlich auch ein bisschen Lawinenkunde.

All das, die gemütliche Einkehr und die herrliche Winterlandschaft am Samerberg hat uns einen runden und schönen Tag beschert. Und zum Abschluss gab es sogar noch Sonne mit Wendelsteinblick!

 


 
 Mo. 24. Januar 2022

"Wie ist die Welt so stille"

Wenn alles von Schnee und Nebel eingehüllt ist, wenn kein Geräusch mehr zu hören ist. Nur noch das Stapfen und Lachen einer Schneeschuhgruppe.

Fast ein wenig gruselig war es am gestrigen Sonntag bei unserer Schneeschuhtour zu den Grassauer Almen. Immer tiefer und weißer wurde der Winterwald. Dicke Schneemützen hingen an den Bäumen, Äste waren regelrecht eingehüllt in einen weißen Mantel und mit jedem Höhenmeter wurde es mehr Schnee, schwerer Schnee.

Eigentlich wollten die Männer bei der Brotzeit eine Schneefrau bauen, aber anstatt dessen wurde sich ausgeruht und den Skifahrern zugesehen, wie sie sich mit einer Senkrechtspur abmühten.

Aber nicht nur für die Skifahrer war es eine Plackerei voranzukommen! Bis zu den Knien sanken wir ein, war man erst mal geflogen, war es höchst anstrengend wieder raus zu kommen. Dafür war die Gaudi umso größer.

Am Ende waren die einen mehr, die anderen weniger abgekämpft, aber alle zufrieden mit dem Tag. Hat sich doch wieder einmal gezeigt, dass der Winter etwas Großartiges ist!

 

 


 
 Mo. 17. Januar 2022

Eine Schneeschuhtour ins Reich der Schneekristalle

Was wir am vergangenen Sonntag erleben durften, war wirklich einzigartig. Ein Meer aus Eiskristallen erwartete uns!

Wenn wir von Schnee sprechen, meinen wir meist fluffige Schneeflocken, die langsam aus dem Himmel zur Erde schweben. Was kaum jemand bewusst ist: Schneeflocken sind große, mehr oder weniger chaotische Klumpen, die aus einzelnen Schneekristallen bestehen - dem Stoff also, aus dem der ganze Winterzauber ist.

Vermutlich gleicht kein Schneekristall dem anderen. Unter kalten Bedingungen bilden sich die sechsarmigen Sterne und laut Schneeflockenforschung sind bis heute an die 120 Grundformen bekannt. Wenn das keine intensive Betrachtung Wert ist!

Natürlich nicht zu vergessen, dass es eine Traum-Schneeschuhtour war mit Sonne, blauem Himmel und hervorragender Aussicht!


 
 Do. 13. Januar 2022

Wenn einem hier nicht das Herz aufgeht!

Wer unter der Woche frei machen kann, der ist ein echter Glückspilz. Vor allem, wenn es am Montag frisch geschneit hat und am Mittwoch keiner unterwegs ist.

Zugegeben, in der Früh am Treffpunkt war es noch ziemlich frisch: 6 Grad Minus. Da hilft es nur, wenn man sich ein wenig warm läuft und möglichst bald in die Sonne kommt.

Kaum hatten wir die ersten Höhenmeter hinter uns, kamen auch schon die wärmenden Sonnenstrahlen. Wunderschön der blaue Himmel und die frisch verschneiten Almwiesen. Traumhaft der Blick rüber zum Naturschutzgebiet Geigelstein. Beeindruckend die steile Flanke des Geistelsteingipfels. Eine richtig alpine Kulisse!

Und wie schön ist es erst, wenn man seine ersten Spuren in den unberührten Pulverschnee ziehen kann. Wenn es von unten knirscht und von oben staubt. Wenn die Schneekristalle an den Gräsern festgefroren sind und glitzern wie Diamanten, wenn die Bäume tief verschneit sind und ein kleines Bächlein am Wegesrand dahin plätschert.

Am liebsten würde man immer so weiter gehen. Alle Anstrengung rückt in den Hintergrund, man fühlt sich wie auf Wolken.

Wenn einem hier nicht das Herz aufgeht!


 
 So. 09. Januar 2022

Manchmal braucht´s ein bisschen Überwindung

Wind, Schnee und trotzdem lachende Gesichter. Wie geht so was?

Normalerweise würde man bei so einem Wetter eher Zuhause bleiben und den Tag auf dem Sofa verbringen, aber wenn man angemeldet ist und womöglich noch einen Geschenkgutschein einlösen soll, dann macht man sich halt auf. Vermutlich in der Hoffnung, dass es doch nicht so schlimm wird, wie man befürchtet und dass die Tourenführerin schon eine Hütteneinkehr möglich machen wird....

Immer wieder ist es ein schönes Erlebnis für mich zu sehen, was eine Schneeschuhtour bei Wind und Schnee bewirken kann. Wie trotz der wilden Flocken und Schneeböen die Gesichter anfangen zu strahlen. Wie die Begeisterung über die zauberhafte Winterlandschaft alle Bedenken vergessen lässt. Es ist ein bisschen wie vor dem Christbaum stehen.

Nach so einem Schneeabenteuer ist das Nachhause kommen dann natürlich doppelt so schön. Kaffee und Kuchen schmecken noch besser als sonst und die heiße Dusche ist einfach eine Wohltat. Wie gut, wenn man sich manchmal ein bisserl überwindet.

 


 
 Fr. 07. Januar 2022

Pulverschnee macht süchtig

Wer meint, dass eine Schneeschuhtour nur bei Sonnenschein schön ist, der wurde gestern eines besseren belehrt

Schneemangel im gesamten Chiemgau! Doch Reit im Winkl hat glücklicher Weise in Sachen Schnee meistens eine Überraschung zu bieten.
Das hatte sich auch bei den Skifahrern rum gesprochen und so waren wir am Seegatterl Parkplatz nicht alleine. Am Liebsten wären wir beim Anblick der Autoschlangen wieder umgedreht. Massen von Menschen.

Wo wir Schneeschuhgeher doch etwas komplett anderes suchen. Winterliche Ruhe und Einsamkeit..... Schon nach wenigen Metern gab es die dann auch! Nur noch das Plätschern des Dürnbachs war zu hören. Hier zogen wir unsere Spuren zunächst über eine dürftige Schneeauflage bis hinauf zur Kohlstatt. Ab hier gab es Schnee in Hülle und Fülle - nicht nur von unten, sondern auch von oben. Dicke Flocken wirbelten durch die Luft und ließen sich wie Watte auf den dünnen Ästen der Bäume nieder. Tief verschneit hingen sie über die Wege und am Bach entlang. Ein wahres Wintermärchen.

Wie gemütlich war da die Einkehr in der kleinen Traunsteiner Skihütte. Mit großen Suppenschüsseln, Debrezinern und Bergen von Kaiserschmarrn stärkten wir uns für den Abstieg. Dann hieß es wieder rein ins Pulververgnügen. Was für eine Freude, bis zum Wadl im Schnee zu versinken und die eigene Spur ziehen zu können.

Pulverschnee macht süchtig!

 


 
 Mo. 03. Januar 2022

Schneeschuhglück auf der Hemmersuppn Alm

Schon viele Male hat sich die Almfläche der Hemmersuppn Alm als "rettender Anker" in Sachen Schnee erwiesen. So auch am gestrigen Sonntag.....

Während die frühlingshaften Temperaturen an Silvester auch die letzten Schneereste im Chiemgau verschwinden ließen, ist es in Reit im Winkl noch weiß geblieben. Kaum hat man den Masererpass hinter sich gebracht, schon ist der Schnee da. Zugegeben: Etwas dreckig und hart war er schon. Aber dafür hatten wir eine wunderbar tragfähige Unterlage, so dass wir die Hemmersuppn Alm in Gänze erkunden konnten.

Herrlich die weite Almfläche, das abwechslungsreiche Auf und Ab, die schönen Ausblicke in die Chiemgauer Berge und sogar ein Blick auf den Chiemsee war uns gegönnt. Dass dann am Menkenkaser auch noch die Sonne raus kam, das war schon eine ganz besondere Freude.

Wieder mal hat sich gezeigt, dass es rentiert, wenn man sich auf den Weg macht. Die Begeisterung ist meist doppelt so groß, wenn die Erwartungen niedrig sind, man aber mit so einer herrlichen Einsteigertour belohnt wird.

Jetzt noch ein bisserl Nachschub von oben, dann freut auch das "Schneeschuhhuhn"!