Mo. 30. September 2019

Herbstliche Jodelwanderung zur Tristmahlnalm - ein Tag wie im Bilderbuch

Wenn traumhaftes Herbstwetter, eine sehr aussichtsreiche Almwanderung und 14 stimmkräftige Jodlerinnen zusammen kommen, dann kann man schon fast vom "Jodelhimmel" sprechen.

Am gestrigen Sonntag hatte wirklich alles gepasst: Wunderbar warme Temperaturen, goldenes Herbstlicht, eine sonnige Wanderung mit einer traumhaften Aussicht und ausgeszeichnete Sängerinnen und Sänger.

Schon beim Aufstieg über die Spitzsteinalmen waren wir von dem herrlichen Herbsttag ganz gefangen. Und beim ersten Jodler hatten alle ein freudiges Lächeln im Gesicht. Was für ein Geschenk, so ein Tag.
Und wenn dann noch so viele schöne Stimmen zusammen kommen, die vor einer urigen Alm einen Jodler nach dem anderen erklingen lassen, dann kann es schon passieren, dass sich Zuhörer einfinden und begeistert applaudieren. Hört man so etwas doch nicht alle Tage.

Aber auch für uns Singende war es das reinste Vergnügen in einer so schönen Umgebung unsere Jodler zu singen. Angefangen mit einfachen zweistimmigen Jodlern ging es flott über zum dreistimmigen Steirer Dreier.
Dank der guten Anleitung von Angelika und mithilfe der Unterstützung von Sonja wurde das Zutrauen immer größer. Zum Schluss waren wir ganz erfüllt vom innigen miteinander Singen.

Ein himmlischer Tag für uns alle, von dem wir im trüben Novembergrau sicher noch lange zehren werden.


 
 Mo. 30. September 2019

Herbstliche Wanderungen mit Busreisen Schmid

25 wanderfreudige Senioren aus Stuttgart erkundeten den Chiemgau

Wer meint, dass Senioren nicht mehr wandern, der täuscht sich. Es geht zwar nicht mehr so gut bergauf, aber in der Ebene konnten die konditionsstarken Stuttgarter gar nicht genug bekommen. Ganz klar, dass KM und Schritte gezählt wurden!

Fünf Tage waren wir zusammen an wunderschönen Plätzen im Chiemgau unterwegs. Ob am Grenzenlos Wanderweg von Prien nach Aschau, ob am Uferweg des Chiemsees, ob am Samerberg oder beim Kloster Seeon. Jeden Tag gab es eine andere Ecke zu erkunden. Und die schwäbischen Senioren waren von der grünen und wasserreichen Landschaft ganz begeistert!
Aber auch für mich war es sehr schön mit einer so lebendigen und lustigen Gruppe bei herbstlicher Stimmung an Flüssen und Gewässern entlang zu wandern und so meine Heimat auf ganz anderen Wegen zu erkunden. Ein Entschleunigungsprogramm für eine Wanderführerin mit großem Spaßfaktor!

 


 
 Mo. 16. September 2019

Vergessene Pfade

"Wer in der herbstlichen Wandersaison in Ruhe und abseits des Trubels unterwegs sein möchte, der ist bei dieser Wanderreihe genau richtig. Ich zeige Ihnen, wie man auf wenig begangen Steigen, die teilweise nicht mehr beschildert sind, schöne Rundwanderungen in der Hochsaision machen kann!"

 

So lautete die Ausschreibung der Wanderung hinauf zur Jochbergalm und gestimmt hat sie auch! Ein Traumtag war es gestern: wenig Leute, herrlicher Sonnenschein, tolle Aussichten, goldenes Herbstlicht und nicht zu vergessen: eine begeisterte und nette Wandergruppe.

Gleich zu Beginn der erste "vergessene Pfad" hinauf zur Gschlachtalm war schon ein kleines Abenteuer. Brombeeren und Brennesseln mussten überwunden werden. Dafür ein einsames Platzerl auf der Hüttenbank.
Bis zur Jochbergalm waren wir auf unseren Steigen recht einsam unterwegs. Immer wieder taten sich neue, herrliche Ausblicke auf. Aber auch botanisch war einiges geboten: Schwalbenschwanzenziane, Herbstenziane, Augentrost, Blutwurz und Silberdisteln.

Auf der Jochbergalm gönnten wir uns dann eine feine Kasbrotzeit und Kaffee und Kuchen. Wieder genossen wir die Ausblicke und Ruhe auf dem Hüttenbankerl. Der Abstieg entlang dem Kaltenbach war herrlich erfrischend. Plätscherndes Wasser, große weiße Bachkugeln, Laubwälder und dazwischen immer wieder ein paar Sonnenstrahlen - typisch Herbst.

Und das ganz abseits vom Trubel! Eine feine herbstliche Wanderung, bei der wir obendrein viel Spaß miteinander hatten!

 


 
 Mo. 02. September 2019

Rampoldalm - eine Alm mit einer langen Tradition

1645 ging die frühere "Bärnasch-Alm" in den Besitz des Rampold-Bauern von Brannenburg über. Seitdem heißt sie Rampoldalm und wird von einer Generation auf die andere übertragen.

Für Regina, Tochter des jetztigen Bauern, ist es nichts Besonderes auf eine Alm zu gehen. Das macht sie schon seit sie 19 Jahre ist. Anfangs wollte sie nicht auf die Alm der eigenen Familie, aber jetzt - nach einigen "Auswärtsjahren" - schätzt sie die Vorzüge der eigenen Alm.

Rund 50 Stück Vieh hat die Regina zu beaufsichtigen. Darunter drei Milchkühe, deren Milch sie verbuttert bzw. zu einem sehr gschmackigen Tilsiter Käse macht. Eine Sau hat sie auch noch heroben, die läuft ganz selbstverständlich mit den Kälbern auf der Weide mit! Alles kein Problem.

Technisch ist die Alm auf dem neuesten Stand. Gemolken wird über die Solaranlage, fließend Wasser ist in der Hütte und auch die Stube ist sehr komfortabel eingerichtet. Nicht nur daran merkt man, dass die Alm eine Herzensangelegenheit ist.

Regina fühlt sich wohl als Sennerin hier heroben. Kein Wunder, hat die Alm ja auch einen Blick auf das Voralpenland und die nächsten Berggipfel, wie selten eine Alm. Wie erhebend, wenn man auf der Hüttenterasse eine feine Brotzeit mit selbstgemachtem Käse und Brot verspeisen darf. Wenn einem die junge Sennerin ganz unaufgeregt von ihrem Almsommer berichtet und wie sie die ganze Arbeit und das Verköstigen der Wanderer hin bekommt. Als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt. Vielleicht auch eine Frage der Gene der Rampold-Bauern.


 
 Mo. 05. August 2019

Kuh-Jodeln

Oder wie aus wilden Ochsen neugierige Zuhörer werden.

Dieses Mal führte unsere Jodelwanderung direkt ins Almgebiet von Herren- und Lindlalm. Herrlich der Weitblick auf den Chiemsee, die Kampen- und Gedererwand und die Hochplatte. Inmitten so einer Kulisse ging das Jodeln quasi wie von alleine.

Schon der Einstieg bei der Herrenalm bereitete uns viel Freude. Die ersten einfachen Jodler waren dank der sehr musikalischen Frauen mit ihren schönen Stimmen schnell gemacht, so dass wir von vorbeiziehenden Wanderern unseren ersten Applaus ernteten. Weiter ging es dann zu den Fischteichen von Adersberg. Auch hier ließen wir unser joi, io und huidje erklingen.

Bei der Lindlam mussten wir uns dann unseren Sitzplatz erst einmal mittels zweier Jodler verdienen. Der Almbauer war begeistert und so durften wir uns unter dem lauschigen Kirschbaum niederlassen.
Die meiste Aufmerksamkeit erhielten wir jedoch von unseren vierbeinigen Zuhörern. Wild und "fegat" kamen sie beim ersten Djoiri auf uns zugerannt, sperrten die Ohren auf und muhten neugierig über den Zaun. Regelrecht aufdringlich waren sie, die jungen Ochsen. Wahrscheinlich waren es die schönen Frauenstimmen, die sie gar so wild machten. Wir jedenfalls waren dankbar um den robusten Almzaun.

Nachdem wir zum Schluss fünf neue Jodler gelernt hatten, war es ein beschwingter und lustiger Abstieg zurück nach Abling, wo es zum Schluss noch eine Einkehr bei Kaffee und Kuchen gab. Was für ein schöner Tag - dachten sich sicher auch die Ochsen!


 
 Mo. 08. Juli 2019

Da wo man singt, da lass Dich ruhig nieder...

auch wenn es dort regnet.

Dass der Regen singenden Menschen nicht wirklich etwas anhaben kann, das hat sich gestern wieder bestätigt. Trotz etlicher kräftiger Regengüsse wanderten wir gestern hinauf zur Streichenkirche. Schon beim Anziehen der Capes und Austeilen der Schirme unten beim Parkplatz wurde viel gelacht und nachdem wir bei der Bäckeralm den ersten Jodler angestimmt hatten, wurde es mit jedem djo ri di ri immer lustiger. Das Wetter trübte einfach nicht unsere Stimmung!

Wie gut aber, dass uns der Streichenwirt Unterschlupf gewährte und wir in seinem Hütterl singen durften. Mit Krickerl an der Wand und dem entsprechenden Hüttenambiente kamen wir dann so richtig in Fahrt.

Nach Mittag wurden unsere Stimmen erhört und ein großes Sonnenfenster tat sich auf. So dass wir den Ritulje und den Passeiler oberhalb der Streichenkirche bis hinunter ins Achental und rüber zur Kampenwand ertönen lassen konnten. Dank unserer guten stimmlichen Besetzung ging das Jodeln quasi wie von alleine.

Einmal mehr bestätigte sich, Jodeln macht glücklich - egal ob bei Regen oder Sonnenschein!


 
 Mo. 01. Juli 2019

Auf einen Ratsch bei den Sennerinnen der Dürnbachalm

Wo das Leben scheinbar so einfach ist.

Dass Sennerinnnen auf einer Alm sehr viel leisten müssen, das dürfte sich inzwischen rum gesprochen haben. Dass aber eine 24 jährige Frau - inzwischen zusammen mit ihrer Schwester - eine Alm wie die Dürnbachalm so perfekt und gleichzeitig so gelassen bewältigt, das hat uns alle schwer beeindruckt.

Auch wenn an einem Tag mal 120l Milch zu verkäsen sind, wenn der Käsekessel kaum über den Herd zu schwenken ist, wenn heuer sogar an die 60 Rinder zu beaufsichtigen sind, vier Milchkühe täglich zu melken und die "Koima" schon mal rüber bis nach Winklmoos laufen, bleibt die Marianne entspannt.
Mit einem Lächeln im Gesicht berichtet sie über ihre vielen Aufgaben als Sennerin. Da ist es ganz praktisch, dass sie dieses Jahr Verstärkung von ihrer Schwester Agnes bekommen hat, weil der Almbauer Alois nämlich noch ein paar Pensionstiere zusätzlich dazu genommen hat.
Versiert wie die beiden Frauen sind, haben sie ein paar Tricks auf Lager, wie sie sich die Rindviecher "ziang". Da gibt es dann mal ein "Leck" zusätzlich und schon kommen sie von allein. Und zum Dank dürfen sich dafür die "Kaiwe" im Stall für ein paar Stunden von der Hitze erholen, wenn die "Brema" gar zu lästig werden.

Geben und Nehmen im Gleichklang. Das ist hier heroben das Motto. Wie schön, dass wir zur Innenansicht eingeladen waren. Neben dem beglückenden Gefühl, dass hier zwei Deandl ganz im Einklang mit ihrer Welt sind, hatten wir obendrein noch eine sehr schöne Wanderung zur herrlich gelegenen Dürnbachalm. Was für ein anrührender Tag!


 
 Do. 06. Juni 2019

Von der Kraft des Wassers

Dass man Wasser nicht festhalten kann, dass es fließen muss und was man sonst noch "vom Wasser lernen" kann.

Wasser war das Thema der gestrigen Schweigewanderung, die uns entlang der Weißen Ache hinauf zum Almboden der Hinteralm führte. Vier Stationen mit inhaltlichen Impulsen hatte Anneliese Kunz Danzhauser für die Schweigewanderung mitgebracht.
Während wir uns am Anfang zunächst erdeten, um besser ankommen zu können, waren die anderen Stationen ganz dem Thema Wasser gewidmet. Wasser und seine Verwandlungskraft als Motto für unsere Schweigewanderung.
Wie herrlich erfrischend war der Besuch beim "Wassererwandl". Ein 30 m hoher Wasserfall, bei dem man sich an so einem heißen Sommertag besonders gerne aufhält. Aber auch das Verweilen oben auf dem Almboden beim rauschenden Bacherl zu sitzen und den Worten von Bernhard von Clairvaux zu lauschen, war sehr berührend.
"Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter. Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen, und habe nicht den Wunsch, freigebiger zu sein als Gott".

Auf dass wir uns ein wenig Fülle erhalten können für den Alltag.


 
 Mo. 27. Mai 2019

Vom Roßnagerl bis zum Kukuruz

Eine botansiche Wanderung mit Dr. Günter Fleischmann ist immer auch eine kleine Reise in die Vergangenheit. Wer weiß schon noch, was das "Mausöhrl", die "Zuzlblume" oder das "gschlamperte Maderl" ist und wofür sie früher verwendet wurden.

Bei der diesjährigen botanischen Wanderung gab es wieder viel zu erfahren und zu sehen. Wo der Unwissende vielleicht einfach dran vorbei wandert wie z.B. an der unscheinbaren Haselwurz oder an der etwas unbeliebten Weißwurz, blieben wir ein fürs andere Mal stehen und erfuhren nicht nur die Wirkungsweise der alpinen Pflanzen, sondern obendrein noch die alten bayerischen Namen dafür.
Aber auch wie man Bärlauch, Herbstzeitlose und Maiglöckchen auseinander hält, wie viele verschiende Arten vom Farne es gibt, wie man den weiblichen und männlichen Bingel erkennt und was es mit dem Wassertropfen beim Frauenmantel auf sich hat.

Günter und Beatrix Fleischmann bewiesen wieder mal ihr großes umfassendes Wissen in Pflanzenkunde und deren Wirkungsweise. Ergänzt wurde es an der einen oder anderen Stelle von den sehr fachkundigen Teilnehmern, so dass die Wanderung ein reger Austausch wurde.

Wie schön, dass auch das Wetter mitspielte und wir nicht nur eine sehr informative, sondern auch eine sehr aussichtsreiche und sonnige Wanderung mit herrlichem Blick auf Kampenwand, Gedererwand und den Chiemsee hatten.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass wir uns ein wenig von den vielen Bleamaln merken können!


 
 Mo. 20. Mai 2019

Jodeln vom Feinsten auf der Dandlbergalm

Fast ein bisschen kitschig könnte man sagen. Ein weiß-blauer Himmel, vor uns die Hochries mit einer leichten Schneehaube und unter der Steinkirchner Linde 13 mehr als ambitionierte Jodelerinnen und Jodler. Ein Tag wie im Bilderbuch.

Geplant war ein ganzes Wochenende Wandern und Jodeln, aber wegen dem vielen Schnee auf den Almen mussten wir umschwenken und so wurde daraus eine Tages-Jodelwanderung auf die Dandlbergalm.

Schon zu Beginn bei der Linde von Steinkirchen war klar, dass der Rahmen für den heutigen Tag perfekt war. Der erste schöne Frühlingstag nach langem Regen, ein weiß-blauer Himmel, eine wärmende Sonne, Kühe auf den Samerberger Weiden und das frische Grün der Wiesen und der Steinkirchner Linde. Wenn man das Wort "Kraftort" verwenden möchte, dann passt das auf jeden Fall zu diesem Platz. Und wenn dann noch nach Herzenslust und mit voller Leidenschaft an so einem Platz gejodelt wird, dann lässt einem das das Herz weit werden.

Gleich zu Beginn und zu Ehren der Hochries sangen wir den Hochrieser, später den Oberaudorfer, den Arzberger und erst danach wanderten wir weiter zur Dandlbergalm, wo wir sehr freundlich aufgenommen wurden.
In der Wirtsstube wurde es dann schon anspruchsvoller: der Poserer-Vierer und auch der Seckauer waren Klangerlebnisse, die bis auf die Terasse hinaus reichten.

Monika Baumgartner, unsere Jodellehrerin, hatte viel Geduld mit uns und ein feines Gespür, was den Einzelnen zu entlocken war. Und so hatten wir einen lehrreichen Jodeltag inmitten einer paradiesischen Landschaft!


 
 Mo. 25. März 2019

Danke

Liebe Schneeschuhfreunde,
die Schneeschuhsaision ist jetzt endgültig zu Ende.

Ich möchte mich gerne bei allen bedanken, die auch diesen Winter wieder mit auf Tour waren. Der diesjährige Winter war nicht einfach: viel Schnee, viel Wind, Windbruch, Lawinengefahr.... Und trotzdem waren es mehr als 20 Touren, die in diesem Winter gelaufen sind. Danke an diejenigen, die auch bei Wind und Schnee dabei waren, die sich auf Abenteuer eingelassen haben und trotzdem guter Laune waren.

Eine gute und sichere Tourenführung und –planung ist das eine.
Das andere sind die Leute, die mit auf Tour sind. Ohne Eure Bereitschaft, sich auf etwas Neues und auf andere Menschen einzulassen, wären die Touren nur halb so schön gewesen.
Daher mein herzlicher Dank für die bereichernden Begegnungen mit Euch und das nette Miteinander. Vielen Dank auch, dass Ihr meine neue Kollegin, Manuela Großhauser, so offen aufgenommen habt.

Hier noch ein paar Stimmen......

"...die Tour am Sonntag war wirklich eine "Superlative". Deine Planung, das Gebiet selbst, die Tour, die Führung, das Wetter und nicht zu vergessen die supernette Manuela. Besser geht es nicht!
Und der krönende Abschluss das Cafe & Keramik - toll."

"..euch beiden gebührt ebenfalls mein DANK. Mit euch die Landschaft auf Schneeschuhen zu ergründen, war für mich wieder ein Erlebnis - besonders die letzte Tour gemeinsam mit meinem Sohn. Nun freue ich mich auf die Wandersaison".

 


 
 So. 10. März 2019

Unterwegs in völliger Einsamkeit

oder "wer wagt, gewinnt"!

Skeptisch waren wir alle, als es beim Treffpunkt in Bernau noch leicht regnete. Was wird der Tag wohl bringen? Rentiert sich die weite Fahrt bis nach Reit im Winkl? Was, wenn es dann in Strömen regnet?
Diese und andere Fragen standen so manchem zu Beginn der Tour im Gesicht. Da heißt es für eine Tourenführung Zuversicht ausstrahlen und gut informiert zu sein. Denn laut Wetterbericht waren die Aussichten gar nicht so schlecht.

Los gings schon mal mit dicken Schneeflocken. Hurrah: Der Winter ist wieder da! Nach und nach verwandelte sich die ganze Strecke in eine einzige weiße Winterlandschaft. Da kann man schon mal kurz das Gefühl von "Antarktis" bekommen, wenn man so ganz alleine im menschenleeren Schneemeer unterwegs ist. Als es dann oben auf der Schneid auch noch zu wehen begann und der Schnee, wie Sand über die Hügel zog, war das Naturschauspiel perfekt.

Wie bestellt, lichteten sich die Wolken und die Sonne kam heraus. Ein grandioser Blick rüber zum Kaiser und in die Kitzbühler Alpen tat sich auf. Wie gut, dass das Straubinger Haus so ein windgeschützes Sonnenbankerl hat, bei dem wir die Brotzeit und die Sonnenstrahlen genießen konnten.

Beim Abstieg wurde der Schnee dann schon schwer. Kein Zweifel, es war nur noch ein kurzes Aufbäumen, der Winter geht zu Ende.


 
 Mo. 04. März 2019

Ein Traumtag in weiß-blau

Als Einstandstour hatte sich Manuela etwas ganz Besonderes ausgedacht: Zur Tristmahlnalm "von links nach rechts". Und wenn man bei so einer Tour auch noch Sonnenschein und Frühlingstemperaturen hat, dann kann die Freude nicht größer sein!

 

Ein großes Grüppchen waren wir und von ganz unterschiedlichsten Richtungen. Den weitesten Weg hatte jedoch der Sven aus Hamburg. Und was er zusammen mit uns gestern erleben durfte, war schon etwas ganz Besonderes.

Schon beim Ausgangspunkt eröffnete sich ein Blick vom Inntal rüber zum Kaiser bis zu den Zillertalern. Man konnte sich gar nicht satt sehen an Gipfeln und weißen Spitzen und Wolkenformationen. Dann noch der schöne Aufstieg über freie Almenhänge und Waldsteige. Kaum war man um die Ecke, schon eröffneten sich neue Blicke und Berggipfel.

Faszinierend auch die Eindrücke im "Labyrinth". Riesige Schneehauben und wir mittendrin. Dann endlich die Alm und die Brotzeit auf dem Sonnenbankerl. Die Freude über diesen Tag konnte man uns allen ansehen.

So was kann man als Führerin nicht organisieren. So was passiert einem.
Wenn eine sehr schöne Tour, herrlichstes Frühlingswetter mit weiß-blauem Himmel und eine Gruppe netter Leute zusammen treffen, dann kann daraus ein Tag werden, der einem noch lange in Erinnerung bleibt. Von dem man noch lange träumt, auch wenn man schon längst wieder zurück im "hohen Norden" ist.

Was für ein schöner Einstand Manuela!


 
 Mo. 25. Februar 2019

Zuwachs bei den HeimatEntdeckerTouren

Habe die Ehre Manuela!

Der diesjährige Winter und die große Nachfrage haben gezeigt, dass ich dringend Verstärkung brauche.
Und wie es der Zufall so will, bin ich auch fündig geworden!

Manuela Großhauser, Bergwander- und Schneeschuhführerin aus Rosenheim, wird mich künftig bei den Schneeschuhtouren, aber auch bei den Wanderungen im Sommer unterstützen.
Sie wird den Tourenbereich im Winter rund ums Inntal erweitern und im Sommer neue Themenwanderungen anbieten.
Als gebürtige Berchtesgadenerin wird sie dann selbstverständlich auch Wanderungen in ihrer Heimatregion, dem Nationalpark Berchtesgaden, anbieten.
Eine tolle Ergänzung und Verstärkung für das Programm der HeimatEntdeckerTouren. Ihr dürft gespannt sein und i gfrei mi!


 
 Mo. 18. Februar 2019

Sonniges Frühjahrsschnuppern

Endlich sind die windigen Zeiten vorbei! Beste Bedingungen für ein Schneeschuschnuppern auf der Staffnalm.

Was für ein Unterschied, wenn man im Lift keinen Wärmeschutz braucht und einem der Wind nicht die Mütze vom Kopf weht! Wer letzten Sonntag beim Schneeschuhschnuppern dabei war, hat quasi "alles richtig gemacht". Denn besser hätten die Bedingungen nicht sein können.

Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke wurden letzten Sonntag eingelöst. Für die Beschenkten und Schenkenden eine große Freude, dass wir so einen schönen Tag hatten.

Während wir im Schatten sogar noch Pulverschnee antrafen, gab es sonnseitig einen wunderbar tragfähigen Deckel mit ein bisschen Firn obendrauf. Die Hänge über die Grassauer Almen waren die reinste Freude. Ausschwärmen hieß es da. Ein jeder macht seine eigene Spur und gibt sich ganz dem weißen Vergnügen hin. Abgelenkt wurden wir eigentlich nur vom großartigen Chiemsee-Panorama.

Wie gut, dass uns der Benni, Erwin und Sigi ein improvisiertes Sonnenbankerl zum Brotzeitmachen gebaut hatten. Da wären wir am liebsten sitzen geblieben. Doch nach der Pause gab es noch mal Steigung und da mussten wir ordentlich schwitzen. Die Sonne hat eben auch ihre "Schattenseiten".

Da war der Durst und Huger groß und es half eigentlich nur noch eine Curry-Wurst oder ein Kaiser-Schmarrn. Laut Schritte-App kein Problem! Wie gut, dass wir nach der Einkehr ganz gemütlich mit dem Sessellift ins Tal schaukeln konnten. Die Staffnalm ist einfach immer ein lohnendes Ziel!


 
 So. 27. Januar 2019

Blau weißes Wintermärchen am Samerberg

Eigentlich hätte es an diesem Tag zur Dürnbachalm gehen sollen, aber wenn man so viel Schnee vor der "Haustüre" hat, warum sein Glück nicht auch Zuhause versuchen.

Und so wurde aus der ursprünglich geplanten Tour die "Schwarzriesrunde" am Samerberg. Der Tag war perfekt für diese Tour - bis auf die letzten 10 Minuten zur Hütte. Da machte uns der viele Schnee und die steilen Hänge einen Strich durch die Rechnung und so gab es statt einer Hütteneinkehr ein improvisiertes Brotzeitplatzerl im Schnee. Womit wir aber auch recht zufrieden waren.

Wo sonst max. 50 cm Schnee liegen, das Hausbankerl der Kasalm zur Rast einlädt, versinkt die steinerne Hütte in diesem "Jahrhundertwinter" geradezu im Schnee. Heuer müssen die Hütten und Stadel einiges aushalten. Der Brotzeitpavillion war in einem 2 Meter hohen Schneebett versunken und hat obendrauf einen ebenso hohen "Schneehut" auf.

Das höchste waren jedoch die herrlichen Pulverhänge, die wir als erste an diesem Tag verspuren durften. Fluffig und wie auf einem Wolkenbett schritten wir durch die einsame Schneelandschaft.

Dieses Jahr werden wir wohl noch sehr lange mit den Schneeschuhen unterwegs sein können. Aber ob es immer so passt, das ist Glückssache!

 


 
 Fr. 11. Januar 2019

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah

wenn das Gute direkt vor der Haustüre liegt und obendrein noch völlig CO2 neutral zu haben ist!

Weil die Schneemengen das Passieren von Straßen derzeit im Chiemgau zur Herausforderung machen und obendrein noch große Gefahr von umstürzenden Bäumen besteht - ganz zu Schweigen von Lawinenwarnstufe 4 - muss man manchmal auf die Berge verzichten können.

Somit musste ich die beiden für dieses Wochenende geplanten Schneeschuhtouren der Vernunft und Sicherheit wegen absagen. Was aber nicht heißt, dann man sein Schneeschuh-Glück nicht andernorts versuchen kann.

Und so zogen wir vier Antworter unsere Spuren durch das Antworter Hinterland und hinein ins bezaubernde Simsseemoos. Überall dort hin, wo man sonst zu Fuß nicht hin kommt. Das war sogar für uns Einheimische ein spannendes Erlebnis. Den Ort mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Das kann neue Einsichten bringen.

Auf jedenfall war die gestrige Runde ganz bezaubernd und hat uns viel Spaß gemacht. Nebenbei war es auch ziemlich anstrengend im kniehohen Schnee unsere Spuren zu ziehen. Also durchaus vergleichbar mit einer Schneeschuhtour am Berg. Manchmal liegt das Gute wirklich ganz nah!


 
 So. 06. Januar 2019

Ein außergewöhnliches Schneeereignis

Während die einen vermutlich nicht mal ihren Hund vor die Türe gejagt hätten, gehen die anderen auf Schneeschuhtour.

Eine der größten Herausforderungen an diesem Tag war wohl die Anreise mit dem Auto. Während die einen schon beim Verlassen der Garage ins Rutschen kamen, mussten diejenigen aus Mühldorf oder München eine anspruchsvolle und lange Anfahrt bewältigen. Trotzdem waren alle pünktlich beim Treffpunkt.

Das ursprüngliche Ziel - die Eggenalm - musste ich wegen vermutlicher "Unerreichbarkeit" canceln. Aber auch Plan B und Plan C musste verworfen werden. Eine windgeschützte Schneeschuhtour mit Hütteneinkehr sollte es werden, die auch noch mit dem Auto erreichbar ist! Was für eine Herausforderung.

Aber es fand sich tatsächlich eine Lösung und so stapften wir mit unseren Schneeschuhen von Marquartstein hinauf bis zur Staffnalm. Der geräumte Winterwanderweg machte uns den Aufstieg leichter. Immer wieder fielen dicke Schneebatzen auf Rucksäcke und Annoraks. Kapuzen wurden weit ins Gesicht gezogen und so sahen wir bald aus, wie eine bunte Horde Schneemänner und -frauen.

Es mag vielleicht ein wenig unglaubwürdig klingen. Aber je rauer und unwirtlicher das Wetter, deso strahlender sind oft die Gesichter. Irgendwie haben außergewöhliche Schneeereignisse auch etwas Beglückendes. Und wenn es die abschließende Einkehr in der warmen Hütte ist, während es draußen stürmt und schneit.


 
 Mo. 31. Dezember 2018

Von wegen Schneeschuhschnuppern

Eigentlich denkt man doch bei "Schnuppern" an eine gemütliche Runde zum Einsteigen. Weit gefehlt!

Bei dieser Tour war Abenteuer geboten! Während es unten am Parkplatz noch regnete und unklar war, ob die Bahn überhaupt fährt, war oben auf der Staffnalm schon der höchste Winter.

Etwas ungemütlich war das Anlegen der Schneeschuhe schon, weil einem entweder der Wind die Mütze vom Kopf wehte oder eine Schneeböe kurz die Sicht nahm. Aber war man dann mal drin in den Schuhen, die Kapuze bis ins Gesicht gezogen und die Einführung rum, dann ging es auch schon los. Erst waren es noch 15 cm Neuschnee, dann aber bald schon 25 cm und mehr, die wir durchstapften. Der Christoph schaffte es sogar, mit einem Bein bis übers Knie im Schnee zu versinken.

Zu den stark wechselnden Schneemengen kamen immer wieder heftige Schneeböen dazu, die einem das Gefühl gaben, als wäre man in der Arktis unterwegs. Was im Sommer eine völlig harmlose Almenlandschaft ist, verwandelte sich gestern in ein kleines Abenteuer. In völliger Einsamkeit waren wir dort oben unterwegs. Da staunten wir nicht schlecht, als oberhalb der Hefteralm ein Rudel Hirschkühe die Weiden querten. Und noch größer war die Überraschung, als bei der Hefteralm die Sennerin Irmi die Fensterläden öffnete uns eine Runde Schnaps ausgab.

Mit ein bisserl weichen Knien ging es dann hinauf zur Staffnalm, wo wir uns mit Bienenstich, Käsekuchen und allerlei Köstlichkeiten stärkten. Wie gut, dass uns der Sessellift danach ins Tal schuckelte.


 
 Sa. 29. Dezember 2018

Liebesbeweise

Die einen lieben die Berge, die anderen den frischen Schnee und wieder andere ihre eigene Frau. Letztere kommen daher auch gerne mal mit auf eine Schneeschuhtour.

So hatten wir bei dieser Schneeschuhtour gleich einige dabei, die zum ersten Mal auf Schneeschuhen standen und ihr oder ihm zuliebe mit kamen. Während die "Neulinge" sich kaum vorstellen konnten, tatsächlich im Schnee zu stapfen, wussten es die erfahrenen Schneeschuhgeher schon besser. Auch wenn es überall grün ist, in Reit im Winkl findet man (fast) immer Schnee. Dass wir allerdings auf so viel Neuschnee treffen würden, das war nicht abzusehen. Das war quasi ein Geschenk des Christkindes, welches es am 24. Dezember ordentlich hat schneien lassen.

So wanderten wir entlang des Dürnbaches durch eine tief verschneite Winterlandschaft. Ab und an viel frischer Schnee von den Ästen dem einen oder anderen in den Anorak. Bei unserem Brotzeitplatzerl kam sogar die Sonne raus und die freien Flächen verzauberten sich in ein Meer aus feinsten Schneekristallen. Kein Wunder, dass man hier seine ganz individuelle Spur hinterlassen möchte.

Fernab vom Skizirkus hatten wir dann auch noch einen herrlichen Blick in die Loferer Steinberge und rüber bis zum Fellhorn. Ganz zu Schweigen von der netten und feinen Einkehr in der Traunsteiner Skihütte.

Ein schöner Abschluss zum Jahresende. Gerne kann es im neuen Jahr so weiter gehen!

 


 
 So. 16. Dezember 2018

Start in die Schneeschuhsaion

Alles ein bisschen ungewohnt am Anfang. Wie rum ziehe ich meine Gamaschen an, wie dreht man den Knopf von der Bindung zu und welche Handschuhe ziehe ich am besten an?

Alles Fragen, die man sich bei der ersten Schneeschuhtour stellt. Und zwar nicht nur, wenn man überhaupt zum ersten Mal auf Schneeschuhen steht, sondern wenn es zum ersten Mal im Winter wieder los geht.
Aber Schneeschuhgehen verlernt man nicht! Genauso wenig wie Fahrradfahren. Und neben dem Beherrschen der technischen Dinge stellt sich dann auch wieder das vertraute Glücksgefühl ein, wenn man durch den frischen Schnee stapft.

Ideale Bedingungen fanden wir gestern für unsere erste Schneeschuhtour vor, die über die Wiesen der Sachranger Almen ging. Üppig war die Schneemenge nicht, aber dafür war es der reinste Pulver, fluffig und leicht und dazu eine geradezu mystische Lichtstimmung.
Schon nach den ersten Schritten breitete sich die vertraute Ruhe in uns aus, wir lauschten der Stille und bestaunten das Weiß rund herum.
Und so wundert es einen nicht, dass wir beim Abstieg durch die pulvrigen Hänge in den Schnee gesprungen sind, wie die kleinen Kinder. Das hat Suchtcharakter. Davon will man unbedingt mehr haben. Mal sehen, was der Winter noch so bringt.