Mo. 21. September 2020

Jodeln am Berg - immer wieder etwas Besonderes!

Wer schon mal auf dem Berg gejodelt hat, der weiß, wie wunderbar sich hier zwei Dinge verbinden.

Ist das Jodeln an sich schon ein Erlebnis, aber wenn man dazu, wie am gestrigen Sonntag, in der Herbstsonne auf einem Berghügel sitzt, seinen Blick über die umliegenden Gipfel schweifen lässt, dann lässt einem das, das Herz aufgehen.

Eine große Schar waren wir, die wir gestern von Aschau über die Ellandalmen hinüber zum Baumgartenalm wanderten. Oberhalb der Almen suchten wir uns - oben auf der Schneid - ein geeignetes Platzerl.
Still war es hier heroben. Bis auf die röhrenden Hirsche waren wir quasi ungestört und konnten in Ruhe unsere Jodler anstimmen. Lustige, wie den Goaßsuacha, aber auch Staade, wie den Wurzhornhorner, stimmten wir an.

Das leichte Winderl, die angenehm wärmenden Sonnenstrahlen, die über dem Tal stehenden Nebel machten den Platz zu etwas Besonderem und dazu die wohlklingenden Stimmen unserer Sängerinnen und Sänger!
Einmalig und wunderschön!


 
 Do. 17. September 2020

Wenn der Herbst noch immer ein Sommer ist,

dann kann es passieren, dass man zu einer Wanderung Mitten im September aufbricht, Herbstfärbung verspricht und statt dessen im höchten Sommer unterwegs ist.

Heiß war es letzten Sonntag und froh waren wir über jegliches Winderl und den kleinsten Schatten spendenden Baum. Während es im unteren Teil noch schön kühl war, schwitzen wir in den steilen Serpentinen hinauf zur verfallenen Karalm schon ganz schön.
Wie gut war da eine kurze Rast in der Wiese. Dabei genossen wir nicht nur die Ruhe und den Blick in die steilen Flanken des Breitensteins, wo sich im Winter die Rauhfußhühner zurück ziehen, sondern erfuhren auch einiges über menschliche Rauhfußhühner Gattungen. Kurzum, wir hatten auch sehr viel zu lachen.

Angekommen beim Sattel genossen wir den schönen Blick und die mitgebrachte Brotzeit. Vom Leberkäse bis zur Fastennahrung war alles geboten (wobei der Fastende und der Leberkäs-Esser weit von einander entfernt saßen).

Beim Abstieg merkten wir die Länge und Höhenmeter der Tour und waren froh, als wir wieder beim Parkplatz ankamen.

Was für ein schöner Sommertag mitten im Herbst. Davon dürfte es gerne noch mehr geben!

 


 
 Do. 06. August 2020

Frauenwanderung zur Piesenhausener Hochalm

Wenn Frauen miteinander unterwegs sind, dann gibt es nicht nur ein nettes Miteinander, sondern auch gerne eine nette Einkehr.

Den Aufstieg zur Staffnalm legten wir zunächst mit dem Sessellift zurück, um dann mehr Zeit für die Almwanderung zur Piesenhausener Hochalm zu haben.
Wir hatten Glück am gestrigen Mittwoch, nach mehreren Regentagen kam endlich die Sonne wieder zum Vorschein. Die Sicht war klar und die Luft erfrischend. Wunderbare Bedingungen für den Aufstieg über den herrlichen Waldsteig unterhalb des Friedenraths. Ein bisserl Abenteuer war auch dabei. Lagen doch noch einige Baumstämme kreuz und quer über dem Weg, so dass wir drüber und und drunter kraxeln mussten.

An der Schneid angekommen staunten dann alle nicht schlecht über den herrlichen Chiemsee Blick. Selten eine Alm, die so viel Aussicht hat.
Bei Kasbrotzeit und Kuchen ließen wir es uns gut gehen bei der Piesenhausener Hochalm und betrieben anschließend noch ein wenig Kartenkunde. Danach ging es über die Forststraße zurück zur Staffnalm. Damit auch der restliche Abstiegsweg zu Fuß gemacht werden konnte, gab es auf der Staffnalm eine kleine Stärkung - zu verlockend waren Blaubeerkuchen und Zwetschgendatschi.

Am Parkplatz angekommen hatten alle ein bisserl müde Beine. Aber so soll es ja auch sein, nach einem gelungenen Bergtag.


 
 Mo. 03. August 2020

Auf einen Ratsch bei den Sennerinnen der Bischofsfellnalm

Zum dritten Mal bin ich schon heroben beim Ratsch auf der Bischofsfellnalm. Und jedes Jahr gibt es wieder Neues zu erfahren.

Die Familie Bichler hat vor fünf Jahren die ziemlich verfallene Bischofsfellnalm gekauft und in Familienarbeit wieder in Stand gesetzt. Sie haben aus der Hütte ein kleines Schmuckkästchen gemacht und betreiben Sie auch weiterhin als Familienprojekt.

Während die letzten Jahre die jüngere Tochter Anna als feste Konstante auf der Alm war, sieht es heuer etwas anders aus. Dieses Jahr ist es die Bichler-Mutter, die die meiste Zeit auf der Alm verbringt und zusammen mit wechselnden Mädels, wie der Lisa bzw. der Sarah den Betrieb führt.
Die Sarah kannten wir schon vom letzten Jahr und die Lisa war am Samstag den letzten Tag auf der Alm. Schwer fällt ihr der Abschied nach den vier Wochen. Ein zurück ins "normale" Leben kann sie sich nicht vorstellen. Auch sie ist vom sog. Sennerinnenvirus inviziert und wird sicher im nächsten Jahr wieder kommen.

Die Sarah ist bereits zum zweiten Mal hier, weil es ihr so gut gefällt auf dieser Alm. Auch sie wird nächstes Jahr wieder dabei sein. Die Mädels wachsen quasi in die Almfamilie Bichler hinein.

Wie soll es auch anders sein. Die Bichlers betreiben ihre Alm mit so viel Liebe, Engagement und Freundlichkeit. Das wirkt ansteckend und beim Ratsch mit der Bichler Mutter erfährt man nicht nur Neuigkeiten vom Almleben, sondern auch über die Menschen, die das Ganze zu einem einzigartigen Platz gemacht haben! 

Da kommen wir gerne nächstes Jahr wieder. Wenn auch der Weg bis zur Bischofsfellnalm ziemlich fordernd ist - vor allem bei gut 30 Grad!


 
 So. 26. Juli 2020

Woid Wanderung mit Rupert Wörndl

Dass bei einer Wanderung nicht nur der Gipfel zählt, ist allseits bekannt. Dass aber der Bergwald genauso erlebnisreich sein kann, das erfuhren wir letzten Samstag bei einer Woid Wanderung.

Rupert Wörndl, ehem. Forstamtsleiter, kennt die Berge und Wälder rund um das Priental wie seine Westentasche. Bei unserer Wanderung auf dem sogenannten Reitweg hinauf zur Schlechtenbergalm erklärte er uns anhand von zahlreichen praktischen Beispielen, woran man einen gesunden Bergwald erkennt, welche Baumarten Zukunft haben und wie es z.B. dazu kommt, dass auf halbem Wege einige prächtige Douglasien zu finden sind, welche Bedingungen die Lärche benötigt und dass der Borkenkäfer "frische Ware" am liebsten mag.

Aber auch die Besitzverhältnisse des Waldes im Priental bis ins 18. Jahrhundert erläuterte er uns. Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich die Familie Cramer-Klett. Waren sie einst Besitzer von rund 5000 Hektar Grund im Priental. Dank der finanziellen Möglichkeiten der in den Adel erhobenen Familie, wurden zum Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche für den Forst relevante Änderungen vorgenommen, was bis heute noch zu sehen ist.

Die große Leidenschaft von Rupert Wörndl sind vor allem die Almen, die er als Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins von Frasdorf ganz besonders gut erforscht hat und über die er sehr lebendige Geschichten erzählen kann.

Unsere Wanderung war also rundherum eine höchst spannende und informative HeimatErkundungsTour, sowohl für die TeilnehmerInnen aus der Region und diejenigen, die eine längere Anfahrt hatten.

Rupert, vielen Dank und gerne wieder!


 
 Mo. 29. Juni 2020

Auf einen Ratsch bei der Jochbergalm

Ratsch mit Maske, wie soll das gehen? Ein Bericht über unseren Besuch bei der Sennerin Petra auf der Jochbergalm.

Schöner hätte der Tag nicht sein können. Bei herrlichstem Sonnenschein sind wir schon zeitig in der Frühe gestartet. Warm sollte der Tag werden. 
Zunächst ging es über viel freie Almfläche hinauf zur Rechenbergalm. Hier konnte man schon sehr gut sehen, wie "moderne" Almwirtschaft heute oft aussieht, welche Pflanzen Rinder nicht so gerne mögen und welche botanischen Vorteile die Beweidung von Almflächen hat.

Oben auf der Schneid angekommen, gingen wir einen wunderbar schattigen Steig rüber zur Jochbergalm, wo uns die Sennerin Petra Götschl schon erwartete. Petra ist eine "Teilzeitsennerin", zwei Tage in der Woche verbringt sie im Tal, damit Haus & Garten in Ordnung bleiben. Dann gehts wieder auf die Alm, mit im Gepäck viel Wasser, damit sie Gäste bewirten kann, weil eine UV-Filter-Anlage gibt es dort oben nicht.

Die Bewirtung hat die Petra ganz - Corona gerecht - gemacht. Jeder sein eigenes Brotzeitbrettl, etwas mehr Abstand als sonst. 
Nachdem alle Fragen gestellt waren, durften wir noch einen Blick in die über 200 Jahre alte Alm werfen. Die dank ihres Mannes in perfektem Zustand ist. Ein guter Handwerker und eine engagierte Sennerin, das ist schon eine ideale Kombi!

Danke für den schönen Besuch und den offenen Ratsch!


 
 Mo. 22. Juni 2020

Vom Moosräsei bis zum gschlamperten Maderl - volksbotanische Wanderung mit Beatrix und Günter Fleischmann

Wer sich nicht nur für die botanischen Bezeichnungen und Wirkungsweisen von Alpenblumen interessiert, sondern auch für die bayerischen Namen, war bei dieser Wanderung genau richtig.

Trotz der anhaltenden Regenfälle der letzten Tage erwartete uns bei unserer Wanderung durch das Arzmoos eine botanische Vielfalt, wie man sie selten findet. Schon nach den ersten Metern konnten wir ganze Teppiche aus Wollgras, Orchideen und Lichtnelken bestaunen. 

Spannend waren auch die Ausführungen zu den Wirkungsweisen der giftigen Alpenblumen. So erfuhren wir, dass schon 2 Gramm von der Wurzel des weißen Germers, im Volksmund "Hemmer" genannt, ausreichen, um eine ordentliche Vergiftung zu bekommen, ebenso die Herbstzeitlose. Dass der Klappertopf, gefressen vom Rind, zu Durchfall und Koliken führen kann und deshalb durch regelmäßigen Schnitt auf den Almen im Zaum gehalten werden muss.

Dass in der Volksmedizin mit dem Sanikel, genannt "Hoabladl" Wunden gestillt wurden, dass Fieberklee, genannt Biberklee, ein Heilkraut bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit ist und Lungenkraut beispielsweise bei Halsweh, Heiserkeit oder Blasenleiden eingesetzt wurde. 

All das und noch viel mehr erfuhren wir von Beatrix und Günter Fleischmann, die das alte Wissen mit großer Begeisterung an Interessierte weiter geben.
Nur schade, dass man sich nicht alles merken kann. Aber dafür gibt es nächstes Jahr ja wieder eine Wanderung mit den beiden!

 

 


 
 Di. 17. März 2020

Superlative zum Saisonabschluss

Mit den beiden Überschreitungen zum Eggenalmkogel ging die Schneeschuhsaison letztes Wochenende zu Ende. Ein wahrlich gebührender Abschluss für eine tolle Saison!

Zwar standen beide Schneeschuhtouren bereits unter den Vorzeichen der Corona-Krise, aber Ein- und Ausreise waren noch erlaubt. Und so fuhren wir hinauf zur Steinplatte und überschritten die Hochebene rüber zum Eggenalmkogel.

Kaum ist man eine viertel Stunde unterwegs, schon tun sich die ersten Blicke auf die Loferer Steinberge und die Steinplatte auf. Danach das Überschreiten der unendlich weiten Hochfläche. Ein Gefühl von Freiheit macht sich breit. Grad so wie es einem gefällt.

Über den einen Buckel hinauf, wieder runter, nach links und schon ist die nächste Aussichtsloge angesteuert. Richtung Süden ist der Blick zu den Tauern einfach atemberaubend. Dann weiter und dieses Mal sind es der Chiemsee und die Chiemgauer Hausberge, die uns begeistern. Der perfekte Tag für eine Abschlusstour.

Wehmütig kann man werden, weil der Winter zu Ende ist und auch das Zusammenkommen bei den Schneeschuhtouren und die vielen netten Begegnungen und Gespräche.

Wie schön, dass nächsten Winter wieder alles von vorne beginnt!


 
 So. 01. März 2020

Der Winter dreht noch einmal auf

Während Zuhause schon die Krokusse blühen und die Vögerl zwitschern, sind wir noch einmal richtig in den Winter eingetaucht.

Wunderbar die Vorhersage: 20 cm Neuschnee auf der Hindenburghütte! Eine verlockende Aussicht. Noch einmal richtig eintauchen in den Winter, bevor er zu Ende geht, das war unser Anliegen.

Und so war es dann auch. Kaum waren wir aus dem Hüttentaxi ausgestiegen, war der Winter auch schon da und zwar in vollster Pracht.

Allerding war kurz nach dem Schneefall auch der Föhnwind gekommen und hatte die herrliche Pracht in ordentlichen Pappschnee verwandelt.
Aber nichts desto trotz, war es noch mal Winter pur! Herrlich die Aussicht auf die gegenüberliegenden weißen Flanken des Kaisers, über uns die vorbei ziehenden Wolken und der Wind, der dem ganzen etwas Abenteuerliches gab.

Sigi hatte sofort die Qualität des "Baumaterials" erkannt und sich zu einem Schneemann hinreißen lassen.

Wer weiß, wie lange der Gute noch stehen wird!

 

 


 
 Mo. 24. Februar 2020

Im Auf und Ab durch die bucklige Hemmersuppnalm

Wer hätte es gedacht, dass diese nassen Almwiesen (Suppn) im Winter so viel Freude bereiten können.

Was ursprünglich aufgrund der mageren Schneelage nur als Ausweichziel gedacht war, entpuppte sich zu einer höchst beeindruckenden Schneeschuhtour.
Waren halt auch die Bedingungen am letzten Samstag einfach perfekt. Blauer Himmel, Sonne und herrlicher Firnschnee, im Schatten sogar Pulver!
Das besondere der Hemmersuppenalm sind aber ihre vielen Hügel, wie in der buckligen Welt. Auf und ab und auf und ab. Man könnte einen ganzen Tag unterwegs sein und immer würden würden sich neue Eindrücke auftun.

Unsere Schneeschuhtour war jedoch nicht nur abwechslungsreich, sondern auch super aussichtsreich. Von den Chiemgauer Bergen über die Berchtesgadener bis rüber zum Eggenalmkogel. Und dann noch die glänzenden Steilflanken des Fellhorns. Einfach traumhaft! Und wir fast alleine unterwegs.

Diese Tour beweist mal wieder, dass es nicht unbedingt die Höhenmeter sind, die eine Schneeschuhtour zu einem Schmankerl machen.


 
 Di. 18. Februar 2020

Winter ade! Scheiden tut weh.

So schön es am Sonntag auch war, aber unsere Schneeschuhtour hatte schon sehr den Beigeschmack von Abscheid.

Auch im schneesichersten Winkel des Chiemgaus ist der Winter bereits auf dem Rückzug. Die schöne Schneedecke wird von Tag zu Tag weniger.

Aber wir hatten noch Glück und konnten unsere Spuren durch feinsten Firn bis hinauf zur Goglalm ziehen. Zwischendurch musste mal ein Wiesenstück gequert werden, aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch.

Ist doch eine sonnige Frühjahrsschneeschuhtour eine wunderbare Sache. Warme Temperaturen, blauer Himmel, herrliche Weitsicht und wenn man dann noch für die Brotzeit ein schönes Sonnenbankerl hat, dann ist das Glück perfekt!

So schön der Tag auch war, ein bisschen Wehmut war schon dabei. War´s das? Kommt er noch mal?

Wenn es nach uns ginge, dann würden wir schon noch gerne ein bisserl weiter machen!


 
 Di. 11. Februar 2020

Was braucht man zum Glücklichsein?

Eigentlich nicht viel: Sonne, blauer Himmel, nette Leute, und wenn möglich ein bisserl Pulverschnee!

Es ist doch immer wieder faszinierend, dass ein so scheinbar einfaches Naturschauspiel ausreicht, um so viele Leute glücklich zu machen. Sicher machten uns die Sonne und die warmen Temperaturen das Draußensein schon mal sehr angenehm. Und dann noch der blaue Himmel, der wie ein Schlüssel zum Herzen wirkte. Sofort hatten alle ein Lächeln im Gesicht. Niemand mehr, der verdrossen oder mißmutig war.

Obwohl wir früh aufstehen und einige weit fahren mussten, sich einiges abverlangten, bis wir oben auf der Hindenburghütte angekommen waren. Aber alles vergessen, angesichts dieser glitzernden und herrlich strahlenden Winterlandschaft.

Und wenn dann noch Pulverschnee dazu kommt, wie letzten Samstag, dann werden aus erwachsenen Frauen und Männern kleine Kinder. Da wird Pulverschnee aufgewirbelt, den Hang hinab gesaust, durch unberührte weiße Schneelandschaften seine Spur gezogen, vor Begeisterung laut gelacht.... Erinnerungen an Kindertage werden wach.

Wie schön, dass die Natur für uns immer wieder solche Glückstage bereit hält.


 
 So. 26. Januar 2020

Schrazellöcher jetzt auch auf der Eggenalm?

Schrazellöcher sind geheimnisvolle unterirdische Gänge, die überwiegend im Bayerischen Wald vorkommen. Dass es solche Erdställe anscheinend auch auf der Eggenalm gibt, war uns neu.

Es begab sich letzten Samstag bei einer Schneeschuhtour zur Eggenalm, dass beim Abstieg plötzlich eine Teilnehmerin, die Marita, bis zum Oberkörper in einer Schneemulde verschwand. Ob es sich dabei um einen historisch bedeutsamen Erdstall handelte oder nur um einen umgestürzten Baum, bleibt ungeklärt.

Jedenfalls war die Marita nicht so leicht aus dem Loch zu befreien. Ihr war so, als zöge jemand von unten an den Schneeschuhen. Es war wie verhext. Als dann der Martin zu Hilfe eilte, ereilte diesen dasselbe Schicksal. Auch er verschwand bis zum Bauch in einem weiteren Loch.

Die Bergwanderführerin Josefine konnte sich den Sachverhalt nur schwer erklären, sie starrte wie gebannt auf die Versunkenen. So etwas hatte sie noch nicht erlebt.
Wie gut, dass der Tom herbei eilte und dem versunkenen Martin seine starke Männerhand reichte. Vergebens, auch er rutschte in die Tiefe. Alle drei waren, wie von geisterhand, im Loch verschwunden! Hinzu kam, dass sich durch die Bergung von Martin widerum bei Tom die Schneemassen häuften und sich auch hier die Schneeschuhe im Untergrund verhakten.

Nach längerem Buddeln und Graben, angespornt vom Rest der Gruppe, konnten die drei letztendlich wohl behalten befreit werden.

Die Moral von der Geschichte: Im Tiefschnee meide unbedingt die umgestürzte Fichte!


 
 Mo. 20. Januar 2020

Was für eine Gaudi!

Eine sonnige Schneeschuhtour ist schon was Feines, aber so richtig lustig wird es erst, wenn es schneit....

Endlich ist es so weit! Der lang ersehnte Schnee ist rechtzeitig zu unserer Schneeschuhtour am vergangenen Sonntag zum "Sonnenbankerl der Dürnbachalm" gekommen.

Dicke, große Flocken fielen vom Himmel. Während anfangs gerade mal der Aufstiegsweg vom Schnee bedeckt war, entwickelte sich der Tag zu einem richtigen Schneeabenteuer. Außerdem war Beweglichkeit gefragt oder sagen wir mal, die Kleinen, waren dieses Mal eindeutig im Vorteil, wenn es hieß, unter den Baum durchkriechen.

Wie gut, dass wir eine stärkende Hütteneinkehr auf der Traunsteiner Hütte hatten und mit frischen Kräften anschließend zum angekündigten Sonnenbankerl auf die Dürnbachalm weiter zogen. Anstatt Sonne wirbelte dort aber wild der Schnee.
So an die 30 cm Pulverschnee dürften es schon gewesen sein, durch die wir voller Begeisterung den Hang runter düsten und den Schnee aufwirbelten.

Neuschnee hat eindeutig einen "Glücksfaktor". Da lachen die Gesichter und keiner vermisst mehr den Sonnenschein.


 
 Mo. 13. Januar 2020

Alles hat zwei Seiten!

Ein Tag wie im Bilderbuch: unten grün und oben weiß

"So an Winta mecht i nimma" habe ich letztes Jahr zum Ende der Saison gesagt. Touren mussten aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, zu bestimmten Ausgangspunkten war mit dem Auto kein Hinkommen mehr, Schneestürme und viel Wind machten den letzten Winter zu einer anstrengenden Saison.

Und heuer: Alles andersrum. Und obwohl wir momentan den Schnee suchen müssen, immer hoffend, dass über Nacht doch noch 10 cm dazu kommen, möchten wir nicht tauschen. Und zugegeben Frühlings-Schneeschnuppern im Januar ist zwar ziemlich ungewöhnlich, aber gar nicht so schlecht!

Während bei der Fahrt im Sessellift die Bächlein plätscherten und die Wiesen grün leuchteten, überraschte die Almfläche der Staffnalm wieder mal mit Schnee und winterlichen Verhältnissen.

Fast durchgehend konnten wir unsere Runde durch den Anfangs sogar leichten Pulverschnee ziehen. Ein einziges Glitzern überzog die weißen Schneeflächen.

Einfach nur herrlich und dementsprechend glücklich waren wir alle über das gelungene Frühlingsschneeschnuppern!


 
 Di. 07. Januar 2020

Beim schena Weda ko a jeda

Die Schneeschuhtour vom letzten Sonntag war wirklich nichts für Sofa-Sitzer. Da war schon ein bisserl Abenteuerlust und Humor erforderlich.

Und wenn es schon nicht die Abenteuerlust war, die einen antrieb, dann halt, weil man angemeldet worden war, weil man zufällig zu Besuch war oder weil es ein Geschenk war, über das man sich schließlich freuen sollte.

Wie auch immer. Die Gruppe war bestens gelaunt, trotz des Schneefalls und der höchst eingeschränkten Sicht (da drüben würde man die Berchtesgadener sehen, da hinten den Geigelstein, ja und da wäre auch die Rudersburg....). Vielleicht lag es an den so zahlreich vertretenen Franken, die einen gerne wissen lassen, dass sie mit den Oberbayern eigentlich ganz gut können, diese aber erst beim zweiten Mal wissen, was sie an ihnen haben.

So viel steht fest: Franken sind äußerst witterungsbeständige und lustige Leute, die bei jeden Wetter "einsetzbar" sind. Aber auch die weit angereisten Ampfinger und Müncher standen ihnen in nichts nach und die "Einheimischen" sowieso.

Fazit: Ob Franke oder Oberbayer: Ihr kennts ned nur beim schena Weda!

 

 

 

 

 

 


 
 Di. 31. Dezember 2019

Eggenalm - Wintertraum mit Kaiserblick

Die Schneeschuhtour zur Eggenalm erwies sich wieder mal als wahres Wintermärchen.

Es kommt einfach immer wieder einem kleinen Wunder gleich. Während es im Tal noch grün ist, herrscht auf der Hindenburghütte schon tiefster Winter. Und wenn dann noch Sonnenschein und blauer Himmel dazu kommen, dann ist der Wintertraum perfekt.

Und so war es auch vergangenen Montag. Bei herrlichstem Winterwetter stapften wir durch den tief verschneiten Winterwald zur Eggenalm.
Aber nicht nur die Bäume trugen schwere Schneemützen, auch die Schneeoberfläche hatte sich in ein einziges Meer aus Schneekristallen verwandelt. Wie herrlich, wenn man hier als erster seine Spuren in den unberührten Schnee ziehen darf.

Wenn aus einfachen Grashalmen Skulpturen in weiß werden, wenn sich Almflächen in eine große weiße Weite verwandeln, wenn alles glitzert und funkelt, dann kann man ohne zu übertreiben von einem echten Wintermärchen sprechen.

Ein perfekter Schneeschuhtag, von dem wir noch lange zehren werden!


 
 Fr. 27. Dezember 2019

Jeder, wie es ihm oder ihr gefällt

Während die meisten an Stefani vermutlich bei Braten und Dessert saßen, durften wir mit Pulver und blauem Himmel vorlieb nehmen!

Während es im Tal noch grün war und auch etwas nieselte, erwies sich die Staffnalm wieder als Überraschungsziel besonderer Güte!
Kaum waren wir aus dem Lift gestiegen, erwartete uns völlig unverhofft eine herrliche Winterlandschaft mit blauem Himmel. Der Schnee war nicht gerade üppig, aber grad so viel, dass wir eine schöne Runde über das Almgelände der Grassauer und Rottauer Almen drehen konnten.

Ein besonderes Erlebnis war natürlich der Blick auf den tiefblauen Chiemsee und das grüne Alpenvorland. Sommer und Winter in einem. So was hat man auch nicht alle Tage!

Ganz zu Schweigen von der kulinarischen Belohnung auf der Staffnalm, die wir uns zum Schluss natürlich noch gönnten. Schließlich war ja Feiertag!


 
 Mi. 18. Dezember 2019

Ein Anfang ist gemacht

Zugegeben: Es war schon ein bisschen Zuversicht erforderlich, um sich am 15. Dezember auf Schneeschuhtour zu begeben. Aber wie so oft, wurden diejenigen belohnt, die es einfach mal ausprobierten.

Während die Anfahrt einem Frühlingserwachen glich, war es oberhalb von 1000 Metern dann doch ganz nett winterlich - auf der Hochebene der Chiemhauser Alm.

Zu Beginn mussten wir allerdings die Schneeschuhe noch ein wenig tragen. Und zugegeben, man hätte die Tour auch zu Fuß gehen können. Aber was ambitionierte Schneeschuhgeherinnen und -geher sind, die wollen ihre Schuhe auch anlegen. Außerdem war es beim Durchstapfen des einigermaßen festen Harschdeckels dann doch ganz nützlich, Schneeschuhe unter den Füßen zu haben.

Herrlich einsam stapften wir also über die freien Almwiesen. Ein Glitzern überzog die relievartige Schneeoberfläche, die stark vom Föhnwind der letzen Nacht gezeichnet war.

Auf dem Hüttenbankerl der Chiemhauser Alm machten wir dann Brotzeit, genossen die Ruhe und wärmende Sonne sowie das Plätschern des Hüttenbrunnens. Ein bisschen wie Frühling.

Ein schöner Anfang von einem hoffentlich noch sehr schneereichen Winter!