Do. 21. Oktober 2021

Frauenwanderung Saisonabschluss

Ein grandioser Abschluss für eine etwas ungewöhnliche Saison

Inzwischen ist es schon fast vergessen, aber die ersten Wanderungen durften in diesem Corona Jahr erst ab Ende Mai stattfinden. Somit haben dieses Jahr nur 5 statt der geplanten 7 Frauenwanderungen stattgefunden.

Wir hatten nicht immer Sonnenschein, aber dafür immer gute Laune und ein nettes Miteinander. Die Frauenwanderungen sind einfach was Besonderes. Schon allein, weil sie unter der Woche stattfinden. Weil so ein freier Mittwoch ein geschenkter Tag ist, weil wir immer viel zum Lachen haben und gerne zum Abschluss einen Einkehrschwung machen.

Ob auf dem Erlbergkopf, dem Schachen, dem SalzAlpensteig oder auf der Chiemhauser Alm. Immer hatten wir eine nette Gemeinschaft aber auch die eine oder andere Begegnung mit einem gastfreundlichen Senner bzw. einem überforderten Hüttenwirt.... Wenn Frauen unterwegs sind, dann kann man immer was erleben!

Die Krönung war sicherlich die gestrige Abschlusstour zum Sonnwendköpfl und Taubensee. Ideal waren die Bedingungen: Herrlichster Sonnenschein, warmer Föhnwind, eine Aussicht vom Feinsten und dann noch ein Fußbad im See! Davon lässt sich noch lange zehren!

Schee war´s und Dankschen für´s Mitkemma!


 
 Di. 19. Oktober 2021

Jodelwerkstatt am Samerberg

Was lange währt, wird endlich gut

Die lange schon geplante, aber wegen Corona verschobene Jodelwerkstatt mit Claudia Zwischenbrugger aus Südtirol und Willi Mayer aus der Steiermark konnte vergangenes Wochenende nun endlich stattfinden.
Dass die beiden zwei wunderbare Jodellehrer sind, war bekannt. Dass sie sich aber so schnell im Chiemgau assimilieren, hätten wir nicht gedacht. Ganz begeistert zeigten sie sich von der lieblichen Chiemgauer Almenlandschaft, die sich erfreulicher Weise im schönsten Licht präsentierte.

Bei herrlichstem Herbstwetter wanderten wir von einer schönen Alm zur nächsten, um die vielen neuen Jodler zu lernen, die sie uns aus ihrem Schatzkästchen mitgebracht hatten.
Schon bei der ersten Pause an der Wagneralm lernten wir - passend zum gegenüberliegenden Gipfel -  den Heuberger.  Danach wanderten wir weiter zur Kasalm, jodelnd und tönend, bis wir schließlich bei der Schwarzrieshütte angelangten. Die Gastfreundlichkeit der Hütte tat ein Weiteres, dass wir uns rundum wohlfühlten.

Ganz besonders schön war es dann am nächsten Tag oben bei der Schweiberer Alm, wor wir mit den ersten Sonnenstrahlen und mit Blick auf die verschneiten Tauern u.a. den Höllteufel Jodler lernen durften. Aber auch das lustige Kuadreck Liadl durfte nicht fehlen.

In den zwei Tagen durften wir nicht nur wunderschöne Jodler lernen, sondern auch ein harmonisches Miteinander mit viel Herzenswärme erleben. Eine Zeit, die uns alle noch lange tragen wird!

 


 
 Di. 12. Oktober 2021

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit......
(Herbstgedicht von Rainer Maria Rilke).

An solchen Tagen, wie wir ihn am vergangenen Sonntag bei der Wanderung zur Schossrinnalm erleben durften, wird man schon ein wenig wehmütig. Wehmütig, weil die Blätter fallen und die Tage kürzer werden. Weil es bald vorbei sein wird mit der Brotzeit im Gras und den letzten blühenden Enzianen...

Einen erster Vorgeschmack auf den Winter hatten wir bereits, Wiesen mit Raureif überzogen. Wie wohltuend waren da die ersten Sonnenstrahen, die durch die bunten Buchenblätter blinzeln und endlich blauer Himmel.
Belohnt mit einem schönen Brotzeitplatzerl vor der Alm mit Blick hinunter auf das Nebelmeer. Ein letztes Auftanken mit Wärme, bevor wir mit Handschuhen und Anorak wieder in den schaurigen Nebel eintauchten.

Was für ein anrührendes Naturschauspiel, was für ein schöner Tag!

 

 


 
 Mi. 29. September 2021

Unterwegs auf einem historischen Jägersteig

Der Griesselbergsteig, ein alter Ziehweg, den die Holzknechte einst unter größten Mühen angelegt hatten, ist heute ein selten schöner Steig, wie wir Wanderer ihn lieben.

Ein bisserl schadet es nicht, wenn man sich bei einer Wanderung, der historischen Gegebenheiten bewusst wird, zumal man auf solch geschichtsträchtigen Wegen, wie dem Griesselbergsteig, unterwegs ist.
Kehre für Kehre kann man seine Gedanken zu den Holzknechten schweifen lassen, zur harten Arbeit, so einen Steig anzulegen, in den Bergen bei widrigsten Umständen in Rindenkobel zu hausen und sich hauptsächlich von einfachen "Holzknechtschmarrn" zu ernähren. Das lässt einem demütig werden!

Kein Vergleich zu heute! Die Wanderung über den Griesselbergsteig hinauf ins Breitensteinkarl ist heute ein gut zu gehendes, abwechslungsreiches und ideales Ziel für den Herbst.
Wenn auch die Herbstfärbung erst in Anfängen war, so hatten wir doch unsere Freude an dem schönen sonnigen Kar, an den bunten Buchenblättern und den zahlreichen Herbstenzianen. Und erst der Blick beim Abstieg hinunter ins Achental!

Eine rundum schöne Wanderung, die mit Kaffee und Apfelkuchen im Breitensteinhaus einen krönenden Abschluss fand!

 

 

 


 
 Mo. 13. September 2021

Auf einen Ratsch bei der Jochbergalm

Bilderbuchwetter und herrliche Aussichten - was kann es für eine Almwanderung schöneres geben!

Schon der Aufstiegsweg über die Rechenbergalm hinauf zum Sattel zwischen großem und kleinem Rechenberg war ein Genuss. Mit jedem Höhenmeter gewannen wir mehr Aussicht. Herrlich die Blicke rüber zum Geigelstein, zum Kaiser und weiter in die Tauern. Wahrend hinten auf den hohen Bergen schon dicht der Schnee lag, hatten wir eine sonnige Wanderung über grüne Almwiesen.

Anstrengend war der Weg hinauf zum Sattel, aber auf dem Steig rüber zur Jochbergalm hörten wir bereits die Almmusi, die zufällig auf einer Nachbaralm zu Besuch war. Was für eine Freude, so empfangen zu werden!
Und dann noch der schöne Platz auf der Westseite der Alm von Petra und Toni, wo wir ungestört den Pinzgauer Rindern beim Grasen zuschauen konnten. Unweigerlich übertrug sich deren Ruhe und die Beschaulichkeit des Almlebens auf uns.

Während wir die feine Almbrotzeit verspeisten, stand uns der Toni Rede und Antwort für all unsere Fragen. Wir erfuhren, dass sie ab heuer eine neue Wasserleitung bekommen haben und damit ein bisserl mehr Komfort in die Hütte einkehrt, dass sie seit heuer einen Zaun rund ums Almgelände haben und deshalb nicht mehr Stunden lang den Kälbern hinter her laufen müssen - auch das eine Erleichterung.

Wunderbar zu erleben, mit welcher Ruhe und Gelassenheit, mit welcher Liebe zur Alm die beiden das Sennern bewerkstelligen. Der Toni als Zimmerer ist mehr für die handwerklichen Arbeiten zuständig und Petra für die Bewirtung.
Zu unserer großen Freude gab es dann zum Abschluss noch eine frisch gemachte "Null" und eine Tasse Kaffee.

Herz, was willst Du mehr!


 
 Mo. 09. August 2021

Es müssen nicht immer die hohen Gipfel sein

Dass man viel erleben kann, auch wenn man nur einen "kleinen" Gipfel macht, haben wir bei der Weitwanderung vom Inn ins Leitzachtal erlebt.

Schon der Beginn war ein herrlicher Einstieg für die zweitägige Weitwanderung: Von der Sonne verwöhnt, mit toller Sicht und immer gab es das eine oder andere Blümchen in den Almwiesen des Arzmooses zu bestaunen.

So konnten wir uns viel Zeit für den Aufstieg zur Mitteralm lassen, ausgiebig Pausen machen und anschließend noch rauf zum Soinsee aufsteigen. Dort waren wir umringt von Wildalpjoch, Seewand und Kesselwand, die für eine höcht alpine Kulisse sorgten, die wir vom Almgarten der Soinalmen aus betrachteten. Ruhig und beschaulich war der Blick zum See hinunter.

Wie angekündigt, kam die Kaltfront rechtzeitig zum Abendessen und blieb die Nacht über. Doch schon am Morgen lichteten sich die Wolken und wir waren frohen Mutes bis nach Birkenstein weiter gehen zu können. Bei der Reindleralm war es noch weit bis hinüber zum Schweinsberg. Zwischendurch übernahmen die Kälber die Wanderführung, wobei sich das Tempo etwas verlangsamte. Hinzu kam die Begegnung mit dem Almerer Albert von der Durhamer Alm, so dass wir nach 3 Stunden anspruchsvoller Wegführung beim Schweinsberg ankamen. Hier hatten wir uns eine ausgiebige Brotzeit verdient!

Danach gings nur noch bergab bis zur Wallfahrtskapelle Birkenstein. Hier dann ein Dankeschön an die Mutter Gottes und zum Schluss durfte natürlich eine Einkehr bei bestem Kaffee und Kuchen im Café Seidl nicht fehlen.

Eine rundum gelungene Weitwanderung in herrlicher Landschaft und mit einer sehr netten Wandergruppe!


 
 So. 11. Juli 2021

Auf einen Ratsch bei der Sennerin Cornelia Reisers

30 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein - Ein willkommener Anlass für einen Ratsch bei der Sennerin auf der Haidenholzalm

An diesem Tag passte einfach alles: Nicht nur das Wetter war hervorragend, sondern auch der Weg abweschslungreich und schattig - ideal für einen warmen Julitag.

Zunächst ging es hinauf durch herrlichen Mischwald, teilweise am Bach entlang über alte Jägersteige bis zu den freien Almwiesen des Linner- und Weberkasers. Der Wald und die bemosten Stein wirkten wie eine Art Zauberwald. Man merkt, dass man sich hier am Rande des Naturschutzgebietes Geigelstein befindet.

Auf den ersten Blick übersieht man den kleinen Linnerkaser fast, weil er deutlich kleiner ist, als die Nachbaralm. Aber Cornelias Winken ist einladend und wir freuen uns nach der anstrengenden Wanderung auf die Gastfreundschaft.

Wie immer tischte Cornelia eine ausgezeichnete Brotzeit mit ihre selbstgemachten Köstlichkeiten für uns auf, dann noch ein Radler und der Blick ins Tal. Herz, was willst du mehr!!!

Schnell kamen wir ins Gespräch und erfuhren so einiges über den Almalltag von der Sennerin. Über das Suchen der Kälber, das mühsame Ausstechen des gefährlichen Kreuzkrauts, über den Wolf, der dieses Jahr schon einmal vor der Alm gestanden ist, aber auch über die schönen Augenblicke, wenn die Cornelia vom Bett aus den Sonnenaufgang bewundert und am Abend die Ruhe auf dem Berg genießt.

Zum Abschluss durften wir dann noch einen Rundgang durch Alm und Stall machen und die neuen technischen Errungenschaften wie z.B. die neue Dusche bewundern.

Ein rundherum ein schöner Bergtag in einer einmaligen Landschaft!


 
 So. 27. Juni 2021

Jodelwanderung mit Summawind

Was gibt es Schöneres, als bei Summawind auf der Alm einen Jodler zu singen.

Ein perfekter Tag war das heute. Ein herrlicher Sommertag, bunte Blumenwiesen und immer wieder Blicke auf den Chiemsee. Wenn man da noch einen Jodler drauf setzen kann, dann ist das schon ein besonderes Glück.

Schon der Aufstieg durch den kühlen Bergwald, über den kleinen Bergsteig, stimmte uns ein auf einen besonderen Tag. Immer wieder machten wir Halt und stimmten einen Jodler nach dem anderen an. Wie von selbst breitete sich der Wohlklang in unserer Gruppe aus. Bei der Lindlalm angekommen empfing uns dann noch ein wunderbares Sommerlüfterl - der ideale Platz für den Summawind Jodler.

Ein besonderes Erlebnis war natürlich die östereichische Jodelvariante, mit der der Rudolf unsere bayerischen getragenen Jodler "verzierte". Rundum ein herrliches Klangerlebnis und ein schöner Jodeltag in einer sehr netten Gemeinschaft.

Und weil es zum Schluss dann noch eine Erdbeersahnetorte bzw. ein Weißbier gab, war das für uns der perfekte Tag!


 
 Mi. 23. Juni 2021

Reich an Hall - zwei Tage auf dem SalzAlpenSteig

Gesalzene Preise, die Suppe versalzen, zur Salzsäule erstarren..... Wie wichtig Salz für den Chiemgau einmal gewesen ist, weiß heute kaum mehr jemand. Dabei gibt es auf dem SalzAlpenSteig jede Menge Spuren vom "weißen Gold".

In zwei Tagen wanderten wir auf alten Salinenwegen, wo die Sole einst geflossen ist, wo das Holz getriftet wurde und wo Säumer das Salz in die Welt hinaus transportierten.

Die Etappen des SalzAlpenSteiges von Inzell nach Bad Reichenhall sind nicht nur außerordentlich geschichtsträchtig, wobei man noch Relikte der früheren Leitungen antrifft, sondern obendrein noch wunderbar abwechslungsreich und ideal für warme Sommertage - und die hatten wir auch.

Während es am ersten Tag noch ganz gemütlich am Weißbach entlang ging und wir uns bei den Weißbachfällen die Füße erfrischen konnten, ging es am zweiten Tag durch die wilde Weißbachschlucht. Tosendes Wasser machte die Hitze erträglicher.
Dazwischen stiegen wir in Reichenhall hinab in die kühlen Wasserschächte der Alten Saline, dankbar um die 12° und durften die technische Meisterleistung der noch immer funktionierenden Karl Theodor Pumpe bestaunen.
Die Quelle ist zwar nur noch mäßig salzig, wovon sich der Georg persönlich überzeugte, aber ideal für Kuranwendungen.
Das nutzen wir und statteten dem Kurgarten mit seinem Gradierwerk einen Besuch ab. Wie herrlich kühlend war selbst am Abend noch ein Rundgang um das Soleluft versprühende Bauwerk. Für Elke war es so ein tolles Erlebnis, dass sie gleich am nächsten Morgen - anstatt des Frühstücks - nocheinmal einen Rundgang machte.

Die zwei Tage waren aber nicht nur bestimmt von Salz und Geschichte, sondern auch durch eine nette Gemeinschaft, viele gute Gespräche, viel Lachen und natürlich auch einer ordentlichen Haxen und einem kühlen Gustlbier im Bürgerbräu!


 
 Do. 11. Februar 2021

Eine Schneeschuhsaison, die keine war

Kaum zu glauben, aber die Schneeschuhsaison ist heuer zu Ende, bevor sie richtig begonnen hat. Eine Lockdown-Verlängerung nach der anderen, haben mein Hoffen auf einen Saisonstart immer wieder hin gehalten.
Mit der letzten Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März (die letzte Schneeschuhtour wäre am 7. März gewesen) ist die Saison nun endgültig vorbei. Die Schneeverhältnisse werden Anfang März in unserer Region üblicherweise sehr schlecht und ein Ausweichen zum "Nachbarn" wird nicht erlaubt sein.

Bleibt uns also nichts, als uns vorzeitig zu verabschieden.
Schade, heuer wäre der Winter wirklich gut gewesen. Bleibt uns nur zu hoffen, dass es im nächsten Jahr auch so wird - aber ohne Corona!
Manuela und ich freuen uns, wenn ihr (wieder) dabei seid!


 
 So. 18. Oktober 2020

Ein erster Vorgeschmack auf den Winter

Während die vorhergehende Frauenwanderung noch eine sehr sommerliche war, hatten wir letzten Mittwoch schon den ersten Schneekontakt

Dicke graue Wolken und zwischendurch immer wieder mal blauer Himmel und Sonne. Eine Wolkenstimmung, wie man sie selten hat. Aus einer Herbstwanderung wurde im Nu ein erster Vorgeschmack auf den Winter. Während im Tal die Wiesen noch grün waren und sogar die Kühe grasten wurde es ab ca. 1100 Meter dann allmählich weiß. Am Balkon der Goglalm blühten noch die Petunien und auf dem Tisch vor der Tristmahlnalm lag schon der erste gefrorene Schnee. Ein bisserl ungemütlich für unsere Brotzeit an der sonst so sonnigen Hauswand!

Dafür begeisterten wir uns um so mehr für die Blicke ins grüne Tal und auf den schneeweißen Kaiser bis hinüber zu den Kitzbühler Alpen. Ein beeindruckendes Spiel zwischen Herbst und Winter.

Zum Aufwärmen entschieden wir uns für einen Kaffee in der Hütte. Der Holzofen bullerte und die Wärme tat gut.

Was für ein beeindruckender Vorgeschmack auf den Winter! Hoffen wir auf viele schöne Schneeschuhtouren!


 
 Mo. 05. Oktober 2020

Herbst - bleib do

Ein Bergtag, von dem man gar nicht genug bekommt.

Gestern war ein Tag, bei dem alles gepasst hat: Abseits vom Trubel unterwegs sein auf einem einsamen Weg, Herbstfärbung der Bäume, goldenes Licht, blauer Himmel und eine wunderbare Aussicht. Nicht zu vergessen, die nette Gruppe!

Schon beim Aufstieg durchflutete die angenehme Herbstsonne den lichten Buchenwald. Wie frisch gewaschen der Blick in die Ferne und die Luft so erfrischend und klar.
Aus dem zu Beginn noch breiten Bergweg wurde ein immer schmäler werdender Steig, bis hin zum "vergessenen Pfad", wo wir ganz alleine unterwegs waren. Fast war es, als würden wir in der Landschaft verschwinden.
Herrlich immer wieder die ungewöhnlichen Blicke auf die Berge des Prientals und den Kaiser, der weit hinten schon leicht angezuckert hervorspitzte.
Zum Schluss hieß es dann weglos bis zur Hütte gehen. Wir hatten Glück, waren ganz alleine dort und konnten uns im Almgarten gemütlich zur Brotzeit niederlassen, Schuhe ausziehen und die Ruhe genießen.
Dazu der Blick in die Ferne, ein leichtes Winderl und die wärmenden Sonnenstrahlen. Da kommt Wehmut auf und man möchte am liebsten die Zeit anhalten. Herbst - bleib hoit einfach do!


 
 Mo. 21. September 2020

Jodeln am Berg - immer wieder etwas Besonderes!

Wer schon mal auf dem Berg gejodelt hat, der weiß, wie wunderbar sich hier zwei Dinge verbinden.

Ist das Jodeln an sich schon ein Erlebnis, aber wenn man dazu, wie am gestrigen Sonntag, in der Herbstsonne auf einem Berghügel sitzt, seinen Blick über die umliegenden Gipfel schweifen lässt, dann lässt einem das, das Herz aufgehen.

Eine große Schar waren wir, die wir gestern von Aschau über die Ellandalmen hinüber zum Baumgartenalm wanderten. Oberhalb der Almen suchten wir uns - oben auf der Schneid - ein geeignetes Platzerl.
Still war es hier heroben. Bis auf die röhrenden Hirsche waren wir quasi ungestört und konnten in Ruhe unsere Jodler anstimmen. Lustige, wie den Goaßsuacha, aber auch Staade, wie den Wurzhornhorner, stimmten wir an.

Das leichte Winderl, die angenehm wärmenden Sonnenstrahlen, die über dem Tal stehenden Nebel machten den Platz zu etwas Besonderem und dazu die wohlklingenden Stimmen unserer Sängerinnen und Sänger!
Einmalig und wunderschön!


 
 Do. 17. September 2020

Wenn der Herbst noch immer ein Sommer ist,

dann kann es passieren, dass man zu einer Wanderung Mitten im September aufbricht, Herbstfärbung verspricht und statt dessen im höchten Sommer unterwegs ist.

Heiß war es letzten Sonntag und froh waren wir über jegliches Winderl und den kleinsten Schatten spendenden Baum. Während es im unteren Teil noch schön kühl war, schwitzen wir in den steilen Serpentinen hinauf zur verfallenen Karalm schon ganz schön.
Wie gut war da eine kurze Rast in der Wiese. Dabei genossen wir nicht nur die Ruhe und den Blick in die steilen Flanken des Breitensteins, wo sich im Winter die Rauhfußhühner zurück ziehen, sondern erfuhren auch einiges über menschliche Rauhfußhühner Gattungen. Kurzum, wir hatten auch sehr viel zu lachen.

Angekommen beim Sattel genossen wir den schönen Blick und die mitgebrachte Brotzeit. Vom Leberkäse bis zur Fastennahrung war alles geboten (wobei der Fastende und der Leberkäs-Esser weit von einander entfernt saßen).

Beim Abstieg merkten wir die Länge und Höhenmeter der Tour und waren froh, als wir wieder beim Parkplatz ankamen.

Was für ein schöner Sommertag mitten im Herbst. Davon dürfte es gerne noch mehr geben!

 


 
 Do. 06. August 2020

Frauenwanderung zur Piesenhausener Hochalm

Wenn Frauen miteinander unterwegs sind, dann gibt es nicht nur ein nettes Miteinander, sondern auch gerne eine nette Einkehr.

Den Aufstieg zur Staffnalm legten wir zunächst mit dem Sessellift zurück, um dann mehr Zeit für die Almwanderung zur Piesenhausener Hochalm zu haben.
Wir hatten Glück am gestrigen Mittwoch, nach mehreren Regentagen kam endlich die Sonne wieder zum Vorschein. Die Sicht war klar und die Luft erfrischend. Wunderbare Bedingungen für den Aufstieg über den herrlichen Waldsteig unterhalb des Friedenraths. Ein bisserl Abenteuer war auch dabei. Lagen doch noch einige Baumstämme kreuz und quer über dem Weg, so dass wir drüber und und drunter kraxeln mussten.

An der Schneid angekommen staunten dann alle nicht schlecht über den herrlichen Chiemsee Blick. Selten eine Alm, die so viel Aussicht hat.
Bei Kasbrotzeit und Kuchen ließen wir es uns gut gehen bei der Piesenhausener Hochalm und betrieben anschließend noch ein wenig Kartenkunde. Danach ging es über die Forststraße zurück zur Staffnalm. Damit auch der restliche Abstiegsweg zu Fuß gemacht werden konnte, gab es auf der Staffnalm eine kleine Stärkung - zu verlockend waren Blaubeerkuchen und Zwetschgendatschi.

Am Parkplatz angekommen hatten alle ein bisserl müde Beine. Aber so soll es ja auch sein, nach einem gelungenen Bergtag.


 
 Mo. 03. August 2020

Auf einen Ratsch bei den Sennerinnen der Bischofsfellnalm

Zum dritten Mal bin ich schon heroben beim Ratsch auf der Bischofsfellnalm. Und jedes Jahr gibt es wieder Neues zu erfahren.

Die Familie Bichler hat vor fünf Jahren die ziemlich verfallene Bischofsfellnalm gekauft und in Familienarbeit wieder in Stand gesetzt. Sie haben aus der Hütte ein kleines Schmuckkästchen gemacht und betreiben Sie auch weiterhin als Familienprojekt.

Während die letzten Jahre die jüngere Tochter Anna als feste Konstante auf der Alm war, sieht es heuer etwas anders aus. Dieses Jahr ist es die Bichler-Mutter, die die meiste Zeit auf der Alm verbringt und zusammen mit wechselnden Mädels, wie der Lisa bzw. der Sarah den Betrieb führt.
Die Sarah kannten wir schon vom letzten Jahr und die Lisa war am Samstag den letzten Tag auf der Alm. Schwer fällt ihr der Abschied nach den vier Wochen. Ein zurück ins "normale" Leben kann sie sich nicht vorstellen. Auch sie ist vom sog. Sennerinnenvirus inviziert und wird sicher im nächsten Jahr wieder kommen.

Die Sarah ist bereits zum zweiten Mal hier, weil es ihr so gut gefällt auf dieser Alm. Auch sie wird nächstes Jahr wieder dabei sein. Die Mädels wachsen quasi in die Almfamilie Bichler hinein.

Wie soll es auch anders sein. Die Bichlers betreiben ihre Alm mit so viel Liebe, Engagement und Freundlichkeit. Das wirkt ansteckend und beim Ratsch mit der Bichler Mutter erfährt man nicht nur Neuigkeiten vom Almleben, sondern auch über die Menschen, die das Ganze zu einem einzigartigen Platz gemacht haben! 

Da kommen wir gerne nächstes Jahr wieder. Wenn auch der Weg bis zur Bischofsfellnalm ziemlich fordernd ist - vor allem bei gut 30 Grad!


 
 So. 26. Juli 2020

Woid Wanderung mit Rupert Wörndl

Dass bei einer Wanderung nicht nur der Gipfel zählt, ist allseits bekannt. Dass aber der Bergwald genauso erlebnisreich sein kann, das erfuhren wir letzten Samstag bei einer Woid Wanderung.

Rupert Wörndl, ehem. Forstamtsleiter, kennt die Berge und Wälder rund um das Priental wie seine Westentasche. Bei unserer Wanderung auf dem sogenannten Reitweg hinauf zur Schlechtenbergalm erklärte er uns anhand von zahlreichen praktischen Beispielen, woran man einen gesunden Bergwald erkennt, welche Baumarten Zukunft haben und wie es z.B. dazu kommt, dass auf halbem Wege einige prächtige Douglasien zu finden sind, welche Bedingungen die Lärche benötigt und dass der Borkenkäfer "frische Ware" am liebsten mag.

Aber auch die Besitzverhältnisse des Waldes im Priental bis ins 18. Jahrhundert erläuterte er uns. Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich die Familie Cramer-Klett. Waren sie einst Besitzer von rund 5000 Hektar Grund im Priental. Dank der finanziellen Möglichkeiten der in den Adel erhobenen Familie, wurden zum Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche für den Forst relevante Änderungen vorgenommen, was bis heute noch zu sehen ist.

Die große Leidenschaft von Rupert Wörndl sind vor allem die Almen, die er als Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins von Frasdorf ganz besonders gut erforscht hat und über die er sehr lebendige Geschichten erzählen kann.

Unsere Wanderung war also rundherum eine höchst spannende und informative HeimatErkundungsTour, sowohl für die TeilnehmerInnen aus der Region und diejenigen, die eine längere Anfahrt hatten.

Rupert, vielen Dank und gerne wieder!


 
 Mo. 29. Juni 2020

Auf einen Ratsch bei der Jochbergalm

Ratsch mit Maske, wie soll das gehen? Ein Bericht über unseren Besuch bei der Sennerin Petra auf der Jochbergalm.

Schöner hätte der Tag nicht sein können. Bei herrlichstem Sonnenschein sind wir schon zeitig in der Frühe gestartet. Warm sollte der Tag werden. 
Zunächst ging es über viel freie Almfläche hinauf zur Rechenbergalm. Hier konnte man schon sehr gut sehen, wie "moderne" Almwirtschaft heute oft aussieht, welche Pflanzen Rinder nicht so gerne mögen und welche botanischen Vorteile die Beweidung von Almflächen hat.

Oben auf der Schneid angekommen, gingen wir einen wunderbar schattigen Steig rüber zur Jochbergalm, wo uns die Sennerin Petra Götschl schon erwartete. Petra ist eine "Teilzeitsennerin", zwei Tage in der Woche verbringt sie im Tal, damit Haus & Garten in Ordnung bleiben. Dann gehts wieder auf die Alm, mit im Gepäck viel Wasser, damit sie Gäste bewirten kann, weil eine UV-Filter-Anlage gibt es dort oben nicht.

Die Bewirtung hat die Petra ganz - Corona gerecht - gemacht. Jeder sein eigenes Brotzeitbrettl, etwas mehr Abstand als sonst. 
Nachdem alle Fragen gestellt waren, durften wir noch einen Blick in die über 200 Jahre alte Alm werfen. Die dank ihres Mannes in perfektem Zustand ist. Ein guter Handwerker und eine engagierte Sennerin, das ist schon eine ideale Kombi!

Danke für den schönen Besuch und den offenen Ratsch!


 
 Mo. 22. Juni 2020

Vom Moosräsei bis zum gschlamperten Maderl - volksbotanische Wanderung mit Beatrix und Günter Fleischmann

Wer sich nicht nur für die botanischen Bezeichnungen und Wirkungsweisen von Alpenblumen interessiert, sondern auch für die bayerischen Namen, war bei dieser Wanderung genau richtig.

Trotz der anhaltenden Regenfälle der letzten Tage erwartete uns bei unserer Wanderung durch das Arzmoos eine botanische Vielfalt, wie man sie selten findet. Schon nach den ersten Metern konnten wir ganze Teppiche aus Wollgras, Orchideen und Lichtnelken bestaunen. 

Spannend waren auch die Ausführungen zu den Wirkungsweisen der giftigen Alpenblumen. So erfuhren wir, dass schon 2 Gramm von der Wurzel des weißen Germers, im Volksmund "Hemmer" genannt, ausreichen, um eine ordentliche Vergiftung zu bekommen, ebenso die Herbstzeitlose. Dass der Klappertopf, gefressen vom Rind, zu Durchfall und Koliken führen kann und deshalb durch regelmäßigen Schnitt auf den Almen im Zaum gehalten werden muss.

Dass in der Volksmedizin mit dem Sanikel, genannt "Hoabladl" Wunden gestillt wurden, dass Fieberklee, genannt Biberklee, ein Heilkraut bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit ist und Lungenkraut beispielsweise bei Halsweh, Heiserkeit oder Blasenleiden eingesetzt wurde. 

All das und noch viel mehr erfuhren wir von Beatrix und Günter Fleischmann, die das alte Wissen mit großer Begeisterung an Interessierte weiter geben.
Nur schade, dass man sich nicht alles merken kann. Aber dafür gibt es nächstes Jahr ja wieder eine Wanderung mit den beiden!

 

 


 
 Di. 17. März 2020

Superlative zum Saisonabschluss

Mit den beiden Überschreitungen zum Eggenalmkogel ging die Schneeschuhsaison letztes Wochenende zu Ende. Ein wahrlich gebührender Abschluss für eine tolle Saison!

Zwar standen beide Schneeschuhtouren bereits unter den Vorzeichen der Corona-Krise, aber Ein- und Ausreise waren noch erlaubt. Und so fuhren wir hinauf zur Steinplatte und überschritten die Hochebene rüber zum Eggenalmkogel.

Kaum ist man eine viertel Stunde unterwegs, schon tun sich die ersten Blicke auf die Loferer Steinberge und die Steinplatte auf. Danach das Überschreiten der unendlich weiten Hochfläche. Ein Gefühl von Freiheit macht sich breit. Grad so wie es einem gefällt.

Über den einen Buckel hinauf, wieder runter, nach links und schon ist die nächste Aussichtsloge angesteuert. Richtung Süden ist der Blick zu den Tauern einfach atemberaubend. Dann weiter und dieses Mal sind es der Chiemsee und die Chiemgauer Hausberge, die uns begeistern. Der perfekte Tag für eine Abschlusstour.

Wehmütig kann man werden, weil der Winter zu Ende ist und auch das Zusammenkommen bei den Schneeschuhtouren und die vielen netten Begegnungen und Gespräche.

Wie schön, dass nächsten Winter wieder alles von vorne beginnt!


 
 So. 01. März 2020

Der Winter dreht noch einmal auf

Während Zuhause schon die Krokusse blühen und die Vögerl zwitschern, sind wir noch einmal richtig in den Winter eingetaucht.

Wunderbar die Vorhersage: 20 cm Neuschnee auf der Hindenburghütte! Eine verlockende Aussicht. Noch einmal richtig eintauchen in den Winter, bevor er zu Ende geht, das war unser Anliegen.

Und so war es dann auch. Kaum waren wir aus dem Hüttentaxi ausgestiegen, war der Winter auch schon da und zwar in vollster Pracht.

Allerding war kurz nach dem Schneefall auch der Föhnwind gekommen und hatte die herrliche Pracht in ordentlichen Pappschnee verwandelt.
Aber nichts desto trotz, war es noch mal Winter pur! Herrlich die Aussicht auf die gegenüberliegenden weißen Flanken des Kaisers, über uns die vorbei ziehenden Wolken und der Wind, der dem ganzen etwas Abenteuerliches gab.

Sigi hatte sofort die Qualität des "Baumaterials" erkannt und sich zu einem Schneemann hinreißen lassen.

Wer weiß, wie lange der Gute noch stehen wird!

 

 


 
 Mo. 24. Februar 2020

Im Auf und Ab durch die bucklige Hemmersuppnalm

Wer hätte es gedacht, dass diese nassen Almwiesen (Suppn) im Winter so viel Freude bereiten können.

Was ursprünglich aufgrund der mageren Schneelage nur als Ausweichziel gedacht war, entpuppte sich zu einer höchst beeindruckenden Schneeschuhtour.
Waren halt auch die Bedingungen am letzten Samstag einfach perfekt. Blauer Himmel, Sonne und herrlicher Firnschnee, im Schatten sogar Pulver!
Das besondere der Hemmersuppenalm sind aber ihre vielen Hügel, wie in der buckligen Welt. Auf und ab und auf und ab. Man könnte einen ganzen Tag unterwegs sein und immer würden würden sich neue Eindrücke auftun.

Unsere Schneeschuhtour war jedoch nicht nur abwechslungsreich, sondern auch super aussichtsreich. Von den Chiemgauer Bergen über die Berchtesgadener bis rüber zum Eggenalmkogel. Und dann noch die glänzenden Steilflanken des Fellhorns. Einfach traumhaft! Und wir fast alleine unterwegs.

Diese Tour beweist mal wieder, dass es nicht unbedingt die Höhenmeter sind, die eine Schneeschuhtour zu einem Schmankerl machen.


 
 Di. 18. Februar 2020

Winter ade! Scheiden tut weh.

So schön es am Sonntag auch war, aber unsere Schneeschuhtour hatte schon sehr den Beigeschmack von Abscheid.

Auch im schneesichersten Winkel des Chiemgaus ist der Winter bereits auf dem Rückzug. Die schöne Schneedecke wird von Tag zu Tag weniger.

Aber wir hatten noch Glück und konnten unsere Spuren durch feinsten Firn bis hinauf zur Goglalm ziehen. Zwischendurch musste mal ein Wiesenstück gequert werden, aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch.

Ist doch eine sonnige Frühjahrsschneeschuhtour eine wunderbare Sache. Warme Temperaturen, blauer Himmel, herrliche Weitsicht und wenn man dann noch für die Brotzeit ein schönes Sonnenbankerl hat, dann ist das Glück perfekt!

So schön der Tag auch war, ein bisschen Wehmut war schon dabei. War´s das? Kommt er noch mal?

Wenn es nach uns ginge, dann würden wir schon noch gerne ein bisserl weiter machen!


 
 Di. 11. Februar 2020

Was braucht man zum Glücklichsein?

Eigentlich nicht viel: Sonne, blauer Himmel, nette Leute, und wenn möglich ein bisserl Pulverschnee!

Es ist doch immer wieder faszinierend, dass ein so scheinbar einfaches Naturschauspiel ausreicht, um so viele Leute glücklich zu machen. Sicher machten uns die Sonne und die warmen Temperaturen das Draußensein schon mal sehr angenehm. Und dann noch der blaue Himmel, der wie ein Schlüssel zum Herzen wirkte. Sofort hatten alle ein Lächeln im Gesicht. Niemand mehr, der verdrossen oder mißmutig war.

Obwohl wir früh aufstehen und einige weit fahren mussten, sich einiges abverlangten, bis wir oben auf der Hindenburghütte angekommen waren. Aber alles vergessen, angesichts dieser glitzernden und herrlich strahlenden Winterlandschaft.

Und wenn dann noch Pulverschnee dazu kommt, wie letzten Samstag, dann werden aus erwachsenen Frauen und Männern kleine Kinder. Da wird Pulverschnee aufgewirbelt, den Hang hinab gesaust, durch unberührte weiße Schneelandschaften seine Spur gezogen, vor Begeisterung laut gelacht.... Erinnerungen an Kindertage werden wach.

Wie schön, dass die Natur für uns immer wieder solche Glückstage bereit hält.


 
 So. 26. Januar 2020

Schrazellöcher jetzt auch auf der Eggenalm?

Schrazellöcher sind geheimnisvolle unterirdische Gänge, die überwiegend im Bayerischen Wald vorkommen. Dass es solche Erdställe anscheinend auch auf der Eggenalm gibt, war uns neu.

Es begab sich letzten Samstag bei einer Schneeschuhtour zur Eggenalm, dass beim Abstieg plötzlich eine Teilnehmerin, die Marita, bis zum Oberkörper in einer Schneemulde verschwand. Ob es sich dabei um einen historisch bedeutsamen Erdstall handelte oder nur um einen umgestürzten Baum, bleibt ungeklärt.

Jedenfalls war die Marita nicht so leicht aus dem Loch zu befreien. Ihr war so, als zöge jemand von unten an den Schneeschuhen. Es war wie verhext. Als dann der Martin zu Hilfe eilte, ereilte diesen dasselbe Schicksal. Auch er verschwand bis zum Bauch in einem weiteren Loch.

Die Bergwanderführerin Josefine konnte sich den Sachverhalt nur schwer erklären, sie starrte wie gebannt auf die Versunkenen. So etwas hatte sie noch nicht erlebt.
Wie gut, dass der Tom herbei eilte und dem versunkenen Martin seine starke Männerhand reichte. Vergebens, auch er rutschte in die Tiefe. Alle drei waren, wie von geisterhand, im Loch verschwunden! Hinzu kam, dass sich durch die Bergung von Martin widerum bei Tom die Schneemassen häuften und sich auch hier die Schneeschuhe im Untergrund verhakten.

Nach längerem Buddeln und Graben, angespornt vom Rest der Gruppe, konnten die drei letztendlich wohl behalten befreit werden.

Die Moral von der Geschichte: Im Tiefschnee meide unbedingt die umgestürzte Fichte!


 
 Mo. 20. Januar 2020

Was für eine Gaudi!

Eine sonnige Schneeschuhtour ist schon was Feines, aber so richtig lustig wird es erst, wenn es schneit....

Endlich ist es so weit! Der lang ersehnte Schnee ist rechtzeitig zu unserer Schneeschuhtour am vergangenen Sonntag zum "Sonnenbankerl der Dürnbachalm" gekommen.

Dicke, große Flocken fielen vom Himmel. Während anfangs gerade mal der Aufstiegsweg vom Schnee bedeckt war, entwickelte sich der Tag zu einem richtigen Schneeabenteuer. Außerdem war Beweglichkeit gefragt oder sagen wir mal, die Kleinen, waren dieses Mal eindeutig im Vorteil, wenn es hieß, unter den Baum durchkriechen.

Wie gut, dass wir eine stärkende Hütteneinkehr auf der Traunsteiner Hütte hatten und mit frischen Kräften anschließend zum angekündigten Sonnenbankerl auf die Dürnbachalm weiter zogen. Anstatt Sonne wirbelte dort aber wild der Schnee.
So an die 30 cm Pulverschnee dürften es schon gewesen sein, durch die wir voller Begeisterung den Hang runter düsten und den Schnee aufwirbelten.

Neuschnee hat eindeutig einen "Glücksfaktor". Da lachen die Gesichter und keiner vermisst mehr den Sonnenschein.


 
 Mo. 13. Januar 2020

Alles hat zwei Seiten!

Ein Tag wie im Bilderbuch: unten grün und oben weiß

"So an Winta mecht i nimma" habe ich letztes Jahr zum Ende der Saison gesagt. Touren mussten aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, zu bestimmten Ausgangspunkten war mit dem Auto kein Hinkommen mehr, Schneestürme und viel Wind machten den letzten Winter zu einer anstrengenden Saison.

Und heuer: Alles andersrum. Und obwohl wir momentan den Schnee suchen müssen, immer hoffend, dass über Nacht doch noch 10 cm dazu kommen, möchten wir nicht tauschen. Und zugegeben Frühlings-Schneeschnuppern im Januar ist zwar ziemlich ungewöhnlich, aber gar nicht so schlecht!

Während bei der Fahrt im Sessellift die Bächlein plätscherten und die Wiesen grün leuchteten, überraschte die Almfläche der Staffnalm wieder mal mit Schnee und winterlichen Verhältnissen.

Fast durchgehend konnten wir unsere Runde durch den Anfangs sogar leichten Pulverschnee ziehen. Ein einziges Glitzern überzog die weißen Schneeflächen.

Einfach nur herrlich und dementsprechend glücklich waren wir alle über das gelungene Frühlingsschneeschnuppern!


 
 Di. 07. Januar 2020

Beim schena Weda ko a jeda

Die Schneeschuhtour vom letzten Sonntag war wirklich nichts für Sofa-Sitzer. Da war schon ein bisserl Abenteuerlust und Humor erforderlich.

Und wenn es schon nicht die Abenteuerlust war, die einen antrieb, dann halt, weil man angemeldet worden war, weil man zufällig zu Besuch war oder weil es ein Geschenk war, über das man sich schließlich freuen sollte.

Wie auch immer. Die Gruppe war bestens gelaunt, trotz des Schneefalls und der höchst eingeschränkten Sicht (da drüben würde man die Berchtesgadener sehen, da hinten den Geigelstein, ja und da wäre auch die Rudersburg....). Vielleicht lag es an den so zahlreich vertretenen Franken, die einen gerne wissen lassen, dass sie mit den Oberbayern eigentlich ganz gut können, diese aber erst beim zweiten Mal wissen, was sie an ihnen haben.

So viel steht fest: Franken sind äußerst witterungsbeständige und lustige Leute, die bei jeden Wetter "einsetzbar" sind. Aber auch die weit angereisten Ampfinger und Müncher standen ihnen in nichts nach und die "Einheimischen" sowieso.

Fazit: Ob Franke oder Oberbayer: Ihr kennts ned nur beim schena Weda!

 

 

 

 

 

 


 
 Di. 31. Dezember 2019

Eggenalm - Wintertraum mit Kaiserblick

Die Schneeschuhtour zur Eggenalm erwies sich wieder mal als wahres Wintermärchen.

Es kommt einfach immer wieder einem kleinen Wunder gleich. Während es im Tal noch grün ist, herrscht auf der Hindenburghütte schon tiefster Winter. Und wenn dann noch Sonnenschein und blauer Himmel dazu kommen, dann ist der Wintertraum perfekt.

Und so war es auch vergangenen Montag. Bei herrlichstem Winterwetter stapften wir durch den tief verschneiten Winterwald zur Eggenalm.
Aber nicht nur die Bäume trugen schwere Schneemützen, auch die Schneeoberfläche hatte sich in ein einziges Meer aus Schneekristallen verwandelt. Wie herrlich, wenn man hier als erster seine Spuren in den unberührten Schnee ziehen darf.

Wenn aus einfachen Grashalmen Skulpturen in weiß werden, wenn sich Almflächen in eine große weiße Weite verwandeln, wenn alles glitzert und funkelt, dann kann man ohne zu übertreiben von einem echten Wintermärchen sprechen.

Ein perfekter Schneeschuhtag, von dem wir noch lange zehren werden!


 
 Fr. 27. Dezember 2019

Jeder, wie es ihm oder ihr gefällt

Während die meisten an Stefani vermutlich bei Braten und Dessert saßen, durften wir mit Pulver und blauem Himmel vorlieb nehmen!

Während es im Tal noch grün war und auch etwas nieselte, erwies sich die Staffnalm wieder als Überraschungsziel besonderer Güte!
Kaum waren wir aus dem Lift gestiegen, erwartete uns völlig unverhofft eine herrliche Winterlandschaft mit blauem Himmel. Der Schnee war nicht gerade üppig, aber grad so viel, dass wir eine schöne Runde über das Almgelände der Grassauer und Rottauer Almen drehen konnten.

Ein besonderes Erlebnis war natürlich der Blick auf den tiefblauen Chiemsee und das grüne Alpenvorland. Sommer und Winter in einem. So was hat man auch nicht alle Tage!

Ganz zu Schweigen von der kulinarischen Belohnung auf der Staffnalm, die wir uns zum Schluss natürlich noch gönnten. Schließlich war ja Feiertag!


 
 Mi. 18. Dezember 2019

Ein Anfang ist gemacht

Zugegeben: Es war schon ein bisschen Zuversicht erforderlich, um sich am 15. Dezember auf Schneeschuhtour zu begeben. Aber wie so oft, wurden diejenigen belohnt, die es einfach mal ausprobierten.

Während die Anfahrt einem Frühlingserwachen glich, war es oberhalb von 1000 Metern dann doch ganz nett winterlich - auf der Hochebene der Chiemhauser Alm.

Zu Beginn mussten wir allerdings die Schneeschuhe noch ein wenig tragen. Und zugegeben, man hätte die Tour auch zu Fuß gehen können. Aber was ambitionierte Schneeschuhgeherinnen und -geher sind, die wollen ihre Schuhe auch anlegen. Außerdem war es beim Durchstapfen des einigermaßen festen Harschdeckels dann doch ganz nützlich, Schneeschuhe unter den Füßen zu haben.

Herrlich einsam stapften wir also über die freien Almwiesen. Ein Glitzern überzog die relievartige Schneeoberfläche, die stark vom Föhnwind der letzen Nacht gezeichnet war.

Auf dem Hüttenbankerl der Chiemhauser Alm machten wir dann Brotzeit, genossen die Ruhe und wärmende Sonne sowie das Plätschern des Hüttenbrunnens. Ein bisschen wie Frühling.

Ein schöner Anfang von einem hoffentlich noch sehr schneereichen Winter!