Mo. 25. März 2019

Danke

Liebe Schneeschuhfreunde,
die Schneeschuhsaision ist jetzt endgültig zu Ende.

Ich möchte mich gerne bei allen bedanken, die auch diesen Winter wieder mit auf Tour waren. Der diesjährige Winter war nicht einfach: viel Schnee, viel Wind, Windbruch, Lawinengefahr.... Und trotzdem waren es mehr als 20 Touren, die in diesem Winter gelaufen sind. Danke an diejenigen, die auch bei Wind und Schnee dabei waren, die sich auf Abenteuer eingelassen haben und trotzdem guter Laune waren.

Eine gute und sichere Tourenführung und –planung ist das eine.
Das andere sind die Leute, die mit auf Tour sind. Ohne Eure Bereitschaft, sich auf etwas Neues und auf andere Menschen einzulassen, wären die Touren nur halb so schön gewesen.
Daher mein herzlicher Dank für die bereichernden Begegnungen mit Euch und das nette Miteinander. Vielen Dank auch, dass Ihr meine neue Kollegin, Manuela Großhauser, so offen aufgenommen habt.

Hier noch ein paar Stimmen......

"...die Tour am Sonntag war wirklich eine "Superlative". Deine Planung, das Gebiet selbst, die Tour, die Führung, das Wetter und nicht zu vergessen die supernette Manuela. Besser geht es nicht!
Und der krönende Abschluss das Cafe & Keramik - toll."

"..euch beiden gebührt ebenfalls mein DANK. Mit euch die Landschaft auf Schneeschuhen zu ergründen, war für mich wieder ein Erlebnis - besonders die letzte Tour gemeinsam mit meinem Sohn. Nun freue ich mich auf die Wandersaison".

 


 
 So. 10. März 2019

Unterwegs in völliger Einsamkeit

oder "wer wagt, gewinnt"!

Skeptisch waren wir alle, als es beim Treffpunkt in Bernau noch leicht regnete. Was wird der Tag wohl bringen? Rentiert sich die weite Fahrt bis nach Reit im Winkl? Was, wenn es dann in Strömen regnet?
Diese und andere Fragen standen so manchem zu Beginn der Tour im Gesicht. Da heißt es für eine Tourenführung Zuversicht ausstrahlen und gut informiert zu sein. Denn laut Wetterbericht waren die Aussichten gar nicht so schlecht.

Los gings schon mal mit dicken Schneeflocken. Hurrah: Der Winter ist wieder da! Nach und nach verwandelte sich die ganze Strecke in eine einzige weiße Winterlandschaft. Da kann man schon mal kurz das Gefühl von "Antarktis" bekommen, wenn man so ganz alleine im menschenleeren Schneemeer unterwegs ist. Als es dann oben auf der Schneid auch noch zu wehen begann und der Schnee, wie Sand über die Hügel zog, war das Naturschauspiel perfekt.

Wie bestellt, lichteten sich die Wolken und die Sonne kam heraus. Ein grandioser Blick rüber zum Kaiser und in die Kitzbühler Alpen tat sich auf. Wie gut, dass das Straubinger Haus so ein windgeschützes Sonnenbankerl hat, bei dem wir die Brotzeit und die Sonnenstrahlen genießen konnten.

Beim Abstieg wurde der Schnee dann schon schwer. Kein Zweifel, es war nur noch ein kurzes Aufbäumen, der Winter geht zu Ende.


 
 Mo. 04. März 2019

Ein Traumtag in weiß-blau

Als Einstandstour hatte sich Manuela etwas ganz Besonderes ausgedacht: Zur Tristmahlnalm "von links nach rechts". Und wenn man bei so einer Tour auch noch Sonnenschein und Frühlingstemperaturen hat, dann kann die Freude nicht größer sein!

 

Ein großes Grüppchen waren wir und von ganz unterschiedlichsten Richtungen. Den weitesten Weg hatte jedoch der Sven aus Hamburg. Und was er zusammen mit uns gestern erleben durfte, war schon etwas ganz Besonderes.

Schon beim Ausgangspunkt eröffnete sich ein Blick vom Inntal rüber zum Kaiser bis zu den Zillertalern. Man konnte sich gar nicht satt sehen an Gipfeln und weißen Spitzen und Wolkenformationen. Dann noch der schöne Aufstieg über freie Almenhänge und Waldsteige. Kaum war man um die Ecke, schon eröffneten sich neue Blicke und Berggipfel.

Faszinierend auch die Eindrücke im "Labyrinth". Riesige Schneehauben und wir mittendrin. Dann endlich die Alm und die Brotzeit auf dem Sonnenbankerl. Die Freude über diesen Tag konnte man uns allen ansehen.

So was kann man als Führerin nicht organisieren. So was passiert einem.
Wenn eine sehr schöne Tour, herrlichstes Frühlingswetter mit weiß-blauem Himmel und eine Gruppe netter Leute zusammen treffen, dann kann daraus ein Tag werden, der einem noch lange in Erinnerung bleibt. Von dem man noch lange träumt, auch wenn man schon längst wieder zurück im "hohen Norden" ist.

Was für ein schöner Einstand Manuela!


 
 Do. 28. Februar 2019

Ein Tag, wie Frauen ihn sich wünschen

Eigentlich sind Frauen ganz leicht zufrieden zu stellen. Da braucht es nur einen weiß-blauen Himmel, eine schöne Schneeschuhtour und zum Schluss einen Himbeerkuchen mit Sahne!

Dieses Mal war die "gmiatliche Tour unter der Woche" eine reine Frauentour. Dank der Frauenturngruppe aus Haag waren wir eine ganz ordentliche Gruppe. Aber auch einige Wiederholungstäterinnen waren dabei.

Waren ja auch die Bedingungen zu schön. Wenn Sonne und Frühjahrstemperaturen locken, dann gehts gerne noch mal in den Schnee, vor allem für diejenigen, die schon immer mal das Schneeschuhgehen ausprobieren wollten.

Herrlich so eine Frühjahrstour, wenn der Schnee auffirnt, aber noch gut trägt, wenn weit und breit kein Mensch zu sehen ist und wenn einem oben eine grandiose Aussicht auf Geigelstein, Breitenstein und Kaiser beschert wird.

Wenn es dann noch ein Brotzeitplatzerl auf dem Hüttenbankerl in der Sonne gibt, dann fallen die Hüllen und alle Frauen sind glücklich. Getopt wurde das Ganze durch Himbeerkuchen mit Kaffee und Sahne zum Abschluss im Gasthaus Streichen.

Mittwochs weiß-blau machen, das hat schon was!


 
 Mo. 25. Februar 2019

Zuwachs bei den HeimatEntdeckerTouren

Habe die Ehre Manuela!

Der diesjährige Winter und die große Nachfrage haben gezeigt, dass ich dringend Verstärkung brauche.
Und wie es der Zufall so will, bin ich auch fündig geworden!

Manuela Großhauser, Bergwander- und Schneeschuhführerin aus Rosenheim, wird mich künftig bei den Schneeschuhtouren, aber auch bei den Wanderungen im Sommer unterstützen.
Sie wird den Tourenbereich im Winter rund ums Inntal erweitern und im Sommer neue Themenwanderungen anbieten.
Als gebürtige Berchtesgadenerin wird sie dann selbstverständlich auch Wanderungen in ihrer Heimatregion, dem Nationalpark Berchtesgaden, anbieten.
Eine tolle Ergänzung und Verstärkung für das Programm der HeimatEntdeckerTouren. Ihr dürft gespannt sein und i gfrei mi!


 
 Mo. 18. Februar 2019

Sonniges Frühjahrsschnuppern

Endlich sind die windigen Zeiten vorbei! Beste Bedingungen für ein Schneeschuschnuppern auf der Staffnalm.

Was für ein Unterschied, wenn man im Lift keinen Wärmeschutz braucht und einem der Wind nicht die Mütze vom Kopf weht! Wer letzten Sonntag beim Schneeschuhschnuppern dabei war, hat quasi "alles richtig gemacht". Denn besser hätten die Bedingungen nicht sein können.

Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke wurden letzten Sonntag eingelöst. Für die Beschenkten und Schenkenden eine große Freude, dass wir so einen schönen Tag hatten.

Während wir im Schatten sogar noch Pulverschnee antrafen, gab es sonnseitig einen wunderbar tragfähigen Deckel mit ein bisschen Firn obendrauf. Die Hänge über die Grassauer Almen waren die reinste Freude. Ausschwärmen hieß es da. Ein jeder macht seine eigene Spur und gibt sich ganz dem weißen Vergnügen hin. Abgelenkt wurden wir eigentlich nur vom großartigen Chiemsee-Panorama.

Wie gut, dass uns der Benni, Erwin und Sigi ein improvisiertes Sonnenbankerl zum Brotzeitmachen gebaut hatten. Da wären wir am liebsten sitzen geblieben. Doch nach der Pause gab es noch mal Steigung und da mussten wir ordentlich schwitzen. Die Sonne hat eben auch ihre "Schattenseiten".

Da war der Durst und Huger groß und es half eigentlich nur noch eine Curry-Wurst oder ein Kaiser-Schmarrn. Laut Schritte-App kein Problem! Wie gut, dass wir nach der Einkehr ganz gemütlich mit dem Sessellift ins Tal schaukeln konnten. Die Staffnalm ist einfach immer ein lohnendes Ziel!


 
 Mo. 11. Februar 2019

Frasdorfer Einsamkeitsrunde

Was man im Team so alles schaffen kann!

Schade ist es schon, dass die Frasi geschlossen hat und immer noch unklar ist, was mit ihr geschieht. Aber der positive Effekt des Ganzen ist die Ruhe und Unberührtheit, die man jetzt auf den Hängen rund um die Frasi antrifft.
Das geht schon los am Parkplatz und natürlich auch weiter oben. Weit und breit nur ein paar Skitourengeher und noch weniger Schneeschuhgeher.

Die herrlichen Almhänge sind völlig unverspurt! Unverspurt kann aber auch bedeuten, dass man seine Mühe hat, eine Spur zu ziehen. So ist es uns jedenfalls letzten Samstag ergangen! Der schwere Neuschnee hatte uns einiges abverlangt. Wie gut, dass wir so eine große Gruppe waren mit lauter "Spurwilligen", so konnten wir querfeldein einiges ausprobieren. Dass das ziemlich anstrengend ist, darin waren wir uns einig: "Auf den Stepper muss ich heute Abend nicht mehr".

Alle konnten sich mal ausprobieren und Gas geben. Wie gut, dass die Frasi noch ein paar Bänke heraußen stehen hat, so konnten wir uns zur Brotzeit auf den Bänken niederlassen. "Ein Radler wäre aber jetzt schon ganz gut" meinte der Andi. Man kann halt nicht alles haben!

Auf dem Rückweg spurte dann der Ralph, dessen Schritte für manch eine von uns nicht "nachvollziehbar" waren. So hatten wir unseren Spaß mit den verschiedenen Schrittlängen und der Schwere des Schnees.

Dank der guten Teamarbeit kamen wir sichtlich zufrieden, aber auch ein bisserl abgekämpft, beim Parkplatz an! Was für eine nette Truppe - was für ein schöner Tag!


 
 So. 03. Februar 2019

Haindorfer Berg - eine Schneeschuhtour mit (fast) allem, was dazu gehört

Was gehört eigentlich zu einer guten Schneeschuhtour? Pulverschnee, Sonne, eine schöne Aussicht?

Das würde man annehmen und so war die Schneeschuhtour auf den Haindorfer Berg ja auch angekündigt. Dass es aber ganz anders kommen und trotzdem lustig und eine schöner Tag sein kann, zeigt die gestrige Tour.

Zunächst regnete es beim Treffpunkt in Frasdorf ziemlich heftig. Kaum einer wollte aus dem Auto aussteigen. So retteten wir uns erst mal in Aschau ins Kaffee und aufs Bahnhofsklo und zwar so lange, bis der Regen leichter wurde. Dann gings zum Parkplatz und anschließend mit tief ins Gesicht gezogenen Anoraks hinauf zum Ausgangspunkt. Nach den ersten paar Metern ließ das Tröpfeln auch schon nach und zu unserer aller Überraschung zeigt sich bei der ersten Pause ein blauer Himmel. Die Wassertropfen an den Bäumen fingen an zu glitzern. Wir zogen unsere Anoraks aus und freuten uns über unsere Beharrlichkeit.

Bei der nächsten Trinkpause kamen dann die Sonnenbrillen raus und wie zum Trotz zogen kurz darauf dichte Nebelschwaden auf. So dass der Weg zur Maisalm rüber fast ein bisschen zum Abenteuer wurde. Und so ging es auch den restlichen Tag weiter: mal Sicht, mal Nebel.

Das hinderte uns aber nicht daran, den Gipfel des Haindorfer Bergs zu erklimmen. Manchmal kann es sogar von Vorteil sein, wenn man nicht sieht, wie weit es noch ist! Alle Navis und Peak-Finder bestätigten, dass wir den Gipfel erreicht hatten. Und siehe da: Die Nebeldecke lichtete sich und gab den Blick frei auf die gegenüberliegende Kampenwand. Was für eine Freude.

Und wie gemütlich war dann erst die Einkehr in der Maisalm und wie fein die Wärme des bullernden Holzofens. Gewärmt und gestärkt ging es dann wieder bergab und zurück zum Parkplatz, wo wir feucht fröhlich in unsere Autos stiegen!


 
 So. 27. Januar 2019

Blau weißes Wintermärchen am Samerberg

Eigentlich hätte es an diesem Tag zur Dürnbachalm gehen sollen, aber wenn man so viel Schnee vor der "Haustüre" hat, warum sein Glück nicht auch Zuhause versuchen.

Und so wurde aus der ursprünglich geplanten Tour die "Schwarzriesrunde" am Samerberg. Der Tag war perfekt für diese Tour - bis auf die letzten 10 Minuten zur Hütte. Da machte uns der viele Schnee und die steilen Hänge einen Strich durch die Rechnung und so gab es statt einer Hütteneinkehr ein improvisiertes Brotzeitplatzerl im Schnee. Womit wir aber auch recht zufrieden waren.

Wo sonst max. 50 cm Schnee liegen, das Hausbankerl der Kasalm zur Rast einlädt, versinkt die steinerne Hütte in diesem "Jahrhundertwinter" geradezu im Schnee. Heuer müssen die Hütten und Stadel einiges aushalten. Der Brotzeitpavillion war in einem 2 Meter hohen Schneebett versunken und hat obendrauf einen ebenso hohen "Schneehut" auf.

Das höchste waren jedoch die herrlichen Pulverhänge, die wir als erste an diesem Tag verspuren durften. Fluffig und wie auf einem Wolkenbett schritten wir durch die einsame Schneelandschaft.

Dieses Jahr werden wir wohl noch sehr lange mit den Schneeschuhen unterwegs sein können. Aber ob es immer so passt, das ist Glückssache!

 


 
 Di. 22. Januar 2019

Schneeschuhschnuppern am Samerberg

Wer meint, dass am Samerberg nur Trubel ist, der täuscht sich. Man muß nur wissen, wohin.

Aufgrund der angespannten Schneesituation musste ich dieses Mal das Schneeschuhschnuppern auf den Samerberg verlegen. Schnee hatte es dort ja genug. Aber ob der Weg zur Käseralm auch schneeschuhtauglich ist, das sollte sich erst noch herausstellen.

Schon nach wenigen Metern, tat sich ein herrliches Almwiesengelände auf, das obendrein noch völlig unverspurt war.
Und nach den vielen Tagen mit Sturm und wildem Schneefall hatten wir vergangen Samstag richtig Glück. Sonnenschein und ein tragfähiger Harschdeckel - auf der Schattenseite sogar Pulverschnee.

Und so zogen wir unsere Spuren durch eine tief verschneite und glitzernde Winterlandschaft hinauf zu Käseralm. Immer wieder wurden wir mit herrlichen Aussichten auf den Samerberg belohnt.

Wir staunten nicht schlecht, als wir bei der Käseralm auf die gefrästen 1 Meter hohen Schneewände trafen. Aber nicht nur das: Aus der Einsamkeit und Ruhe kommend waren wir ziemlich überrascht über den Trubel auf der Käseralm. Logisch, es ist Rodelsaison und schönes Wetter. Da wollen alle auf die Käseralm.

Wie gut, dass wir beim Abstieg schon nach kurzem wieder alleine unterwegs waren. Da wo sich kein Fußgänger hin verläuft, weil er sonst bis zum Knie einsinkt.

Und so waren wir ganz verzaubert von der untergehenden Sonne, die uns beim Abstieg begleitete und alles in ein wunderbar orangenes Licht tauchte. Was für ein schöner Tag!


 
 Fr. 11. Januar 2019

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah

wenn das Gute direkt vor der Haustüre liegt und obendrein noch völlig CO2 neutral zu haben ist!

Weil die Schneemengen das Passieren von Straßen derzeit im Chiemgau zur Herausforderung machen und obendrein noch große Gefahr von umstürzenden Bäumen besteht - ganz zu Schweigen von Lawinenwarnstufe 4 - muss man manchmal auf die Berge verzichten können.

Somit musste ich die beiden für dieses Wochenende geplanten Schneeschuhtouren der Vernunft und Sicherheit wegen absagen. Was aber nicht heißt, dann man sein Schneeschuh-Glück nicht andernorts versuchen kann.

Und so zogen wir vier Antworter unsere Spuren durch das Antworter Hinterland und hinein ins bezaubernde Simsseemoos. Überall dort hin, wo man sonst zu Fuß nicht hin kommt. Das war sogar für uns Einheimische ein spannendes Erlebnis. Den Ort mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Das kann neue Einsichten bringen.

Auf jedenfall war die gestrige Runde ganz bezaubernd und hat uns viel Spaß gemacht. Nebenbei war es auch ziemlich anstrengend im kniehohen Schnee unsere Spuren zu ziehen. Also durchaus vergleichbar mit einer Schneeschuhtour am Berg. Manchmal liegt das Gute wirklich ganz nah!


 
 So. 06. Januar 2019

Ein außergewöhnliches Schneeereignis

Während die einen vermutlich nicht mal ihren Hund vor die Türe gejagt hätten, gehen die anderen auf Schneeschuhtour.

Eine der größten Herausforderungen an diesem Tag war wohl die Anreise mit dem Auto. Während die einen schon beim Verlassen der Garage ins Rutschen kamen, mussten diejenigen aus Mühldorf oder München eine anspruchsvolle und lange Anfahrt bewältigen. Trotzdem waren alle pünktlich beim Treffpunkt.

Das ursprüngliche Ziel - die Eggenalm - musste ich wegen vermutlicher "Unerreichbarkeit" canceln. Aber auch Plan B und Plan C musste verworfen werden. Eine windgeschützte Schneeschuhtour mit Hütteneinkehr sollte es werden, die auch noch mit dem Auto erreichbar ist! Was für eine Herausforderung.

Aber es fand sich tatsächlich eine Lösung und so stapften wir mit unseren Schneeschuhen von Marquartstein hinauf bis zur Staffnalm. Der geräumte Winterwanderweg machte uns den Aufstieg leichter. Immer wieder fielen dicke Schneebatzen auf Rucksäcke und Annoraks. Kapuzen wurden weit ins Gesicht gezogen und so sahen wir bald aus, wie eine bunte Horde Schneemänner und -frauen.

Es mag vielleicht ein wenig unglaubwürdig klingen. Aber je rauer und unwirtlicher das Wetter, deso strahlender sind oft die Gesichter. Irgendwie haben außergewöhliche Schneeereignisse auch etwas Beglückendes. Und wenn es die abschließende Einkehr in der warmen Hütte ist, während es draußen stürmt und schneit.


 
 Mo. 31. Dezember 2018

Von wegen Schneeschuhschnuppern

Eigentlich denkt man doch bei "Schnuppern" an eine gemütliche Runde zum Einsteigen. Weit gefehlt!

Bei dieser Tour war Abenteuer geboten! Während es unten am Parkplatz noch regnete und unklar war, ob die Bahn überhaupt fährt, war oben auf der Staffnalm schon der höchste Winter.

Etwas ungemütlich war das Anlegen der Schneeschuhe schon, weil einem entweder der Wind die Mütze vom Kopf wehte oder eine Schneeböe kurz die Sicht nahm. Aber war man dann mal drin in den Schuhen, die Kapuze bis ins Gesicht gezogen und die Einführung rum, dann ging es auch schon los. Erst waren es noch 15 cm Neuschnee, dann aber bald schon 25 cm und mehr, die wir durchstapften. Der Christoph schaffte es sogar, mit einem Bein bis übers Knie im Schnee zu versinken.

Zu den stark wechselnden Schneemengen kamen immer wieder heftige Schneeböen dazu, die einem das Gefühl gaben, als wäre man in der Arktis unterwegs. Was im Sommer eine völlig harmlose Almenlandschaft ist, verwandelte sich gestern in ein kleines Abenteuer. In völliger Einsamkeit waren wir dort oben unterwegs. Da staunten wir nicht schlecht, als oberhalb der Hefteralm ein Rudel Hirschkühe die Weiden querten. Und noch größer war die Überraschung, als bei der Hefteralm die Sennerin Irmi die Fensterläden öffnete uns eine Runde Schnaps ausgab.

Mit ein bisserl weichen Knien ging es dann hinauf zur Staffnalm, wo wir uns mit Bienenstich, Käsekuchen und allerlei Köstlichkeiten stärkten. Wie gut, dass uns der Sessellift danach ins Tal schuckelte.


 
 Sa. 29. Dezember 2018

Liebesbeweise

Die einen lieben die Berge, die anderen den frischen Schnee und wieder andere ihre eigene Frau. Letztere kommen daher auch gerne mal mit auf eine Schneeschuhtour.

So hatten wir bei dieser Schneeschuhtour gleich einige dabei, die zum ersten Mal auf Schneeschuhen standen und ihr oder ihm zuliebe mit kamen. Während die "Neulinge" sich kaum vorstellen konnten, tatsächlich im Schnee zu stapfen, wussten es die erfahrenen Schneeschuhgeher schon besser. Auch wenn es überall grün ist, in Reit im Winkl findet man (fast) immer Schnee. Dass wir allerdings auf so viel Neuschnee treffen würden, das war nicht abzusehen. Das war quasi ein Geschenk des Christkindes, welches es am 24. Dezember ordentlich hat schneien lassen.

So wanderten wir entlang des Dürnbaches durch eine tief verschneite Winterlandschaft. Ab und an viel frischer Schnee von den Ästen dem einen oder anderen in den Anorak. Bei unserem Brotzeitplatzerl kam sogar die Sonne raus und die freien Flächen verzauberten sich in ein Meer aus feinsten Schneekristallen. Kein Wunder, dass man hier seine ganz individuelle Spur hinterlassen möchte.

Fernab vom Skizirkus hatten wir dann auch noch einen herrlichen Blick in die Loferer Steinberge und rüber bis zum Fellhorn. Ganz zu Schweigen von der netten und feinen Einkehr in der Traunsteiner Skihütte.

Ein schöner Abschluss zum Jahresende. Gerne kann es im neuen Jahr so weiter gehen!

 


 
 So. 16. Dezember 2018

Start in die Schneeschuhsaion

Alles ein bisschen ungewohnt am Anfang. Wie rum ziehe ich meine Gamaschen an, wie dreht man den Knopf von der Bindung zu und welche Handschuhe ziehe ich am besten an?

Alles Fragen, die man sich bei der ersten Schneeschuhtour stellt. Und zwar nicht nur, wenn man überhaupt zum ersten Mal auf Schneeschuhen steht, sondern wenn es zum ersten Mal im Winter wieder los geht.
Aber Schneeschuhgehen verlernt man nicht! Genauso wenig wie Fahrradfahren. Und neben dem Beherrschen der technischen Dinge stellt sich dann auch wieder das vertraute Glücksgefühl ein, wenn man durch den frischen Schnee stapft.

Ideale Bedingungen fanden wir gestern für unsere erste Schneeschuhtour vor, die über die Wiesen der Sachranger Almen ging. Üppig war die Schneemenge nicht, aber dafür war es der reinste Pulver, fluffig und leicht und dazu eine geradezu mystische Lichtstimmung.
Schon nach den ersten Schritten breitete sich die vertraute Ruhe in uns aus, wir lauschten der Stille und bestaunten das Weiß rund herum.
Und so wundert es einen nicht, dass wir beim Abstieg durch die pulvrigen Hänge in den Schnee gesprungen sind, wie die kleinen Kinder. Das hat Suchtcharakter. Davon will man unbedingt mehr haben. Mal sehen, was der Winter noch so bringt.