Mo. 17. September 2018

Von Baum zu Baum Radltour

Von Linden, die das Urteil "ablindern", über Hexenbäume bis hin zum "Baumbusseln"...

Bei herrlichstem Herbstwetter starteten wir in Prien. Neben einem Großteil heimischer Teilnehmer waren auch Janscheckfans extra aus Plattling angereist, um den Baumgeschichten von Thomas Janscheck zu lauschen.

Die erste Station unserer Radltour machten wir beim Baum der Erkenntnis in der Kirche von Urschalling, hier führte uns Thomas Janscheck in die ursprüngliche Bedeutung des Baumes ein. Nämlich dass der Baum bereits in den Religionen von großer Bedeutung war und von jeher ein geachteter Begleiter des Menschen. Ob Dorflinden, Marienbäume oder Hausbäume - sie alle wurden zu einem bestimmten Zweck oder Anlass gepflanzt.

Einen besonders schönen Lindenbaum trafen wir in Höhenberg bei Aschau an. Herrlich der stattliche alte Baum, die bereits einsetzende Blätterfärbung, die kleine Kapelle. Ein wunderbarerer Platz um der Bewandtnis der Linden zu lauschen. Von Aschau fuhren wir weiter an der Prien entlang. Auch die Bäume am Wasser haben nämlich ihre ganz eigene Geschichte, wie z.B die Weiden, die sog. Hexenbäume.

Ein ganz besonderer Höhenpunkt war jedoch der Besuch der 1000 jährigen alten Frau Eibin zwischen Frasdorf und Wildenwart. Nur der Kenner findet den Weg und die Geschichte über diesen Baum und den entsprechenden Platz.

Der Rückweg führte uns dann noch an einem wunderbaren Obstanger vorbei, wo uns Thomas Janscheck abschließend den Brauch des "Baumbusselns" erklärte.

Ein wahrlich inspririerender und berührender Tag in traumhafter Chiemgauer Herbstlandschaft!


 
 Sa. 11. August 2018

Zu Besuch auf der Alm des Bischofs

Eine Alm, wie gemalt, ein Platz auf der Schneid und die beiden Sennerinnen Anna und Lisa. Das ist schon ein paar Höhenmeter wert.

Ganz mühelos ist er nicht, der Weg zur Bischofsfellnalm. Was zunächst ein einfacher Bergweg ist, entwickelte sich später zu einem etwas unwegsamen Steig, der einen ganz schön ins Schwitzen bringt. Doch da waren wir uns alle einig: Die Mühen haben sich gelohnt, denn die Bischofsfellnalm ist schon eine ganz besondere Alm.

Eine kleine Hütte aus dem 11. Jahrhundert, die früher dem Bischof gehörte, oben auf der Schneid sitzt und Wind und Wetter aushalten muss. Die Familie Bichler hat sich in die Hütte verliebt und vor zwei Jahren von Grund auf saniert. Nicht nur die Stube ist mit vielen liebevollen Details versehen, auch der Raum zum Käsen ist perfekt ausgestattet!

Und das braucht es auch. Die beiden Töchter, Anna und Lisa haben neben den Kälbern vier Milchkühe, von deren Milch sie zweimal pro Tag Käse machen: Bergkäse, Almkäse und eingelegten Käse, alles vom Feinsten. Anna, die gelernte Hauswirtschaftsmeisterin hat ihre Käsekenntnisse an die Schwester Lisa weiter gegeben. Während sie selber sich um Kühe, Kälber und Schweine kümmert, "Schnitzerl klopfen" nennt sie das.
Viel Arbeit haben die beiden, weil sie neben der Versorgung der rund 40 Stück Rinder den Wanderern auch noch eine hervorragende Brotzeit und Kuchen anbieten.
Am Wochenende kommen dann noch die Eltern, Vater und Mutter Bichler und helfen mit. Sonst ginge es auch nicht. Dass diese Alm ein echtes Familienprojekt ist, das spürt man durch und durch!

 


 
 Mo. 30. Juli 2018

Auf einen Ratsch bei der Marianne - eine Sennerin wie man sie sich nur wünschen kann

Wer glaubt, dass 23jährige nur chillen und am PC sitzen wollen, der muss auf die Dürnbachalm kommen und wird dort eines ganz anderen belehrt....

Es ist der erste Almsommer für Marianne auf der Dürnbachalm. Vorher war sie auf dem Heuberg in der Bewirtung, aber eine Alm alleine führen, ist für die 23jährige eine neue Erfahrung.
Die Dürnbachalm hat sie von einem sehr erfahrenen Senner, dem Peter aus Reit im Winkl übernommen. Der Peter hat sie eingeführt in die Geheimnisse des Käsens und dann hieß es alleine zurecht kommen. Und das will was heißen, bei vier Milchkühen und täglich ca. 30l Milch.
Jeden 2. Tag macht die Marianne Almkäse, Bergkäse oder eingelegten Käse. Alleine der Kessel zum Erhitzen der Milch wiegt an die 30 kg.

Wie so eine junge Frau das schafft, das fragten sich die interessierten Mitwanderer und ich. Dass ihr das so gut gelingt, liegt sicherlich an ihrer positiven Herangehensweise. Als ausgebildete Dorfhelferin ist sie einiges gewohnt und von der elterlichen Landwirtschaft auch den Umgang mit den Rindern. Marianne hat eine natürliche Autorität im Umgang mit ihren 40 Stück Vieh. Aber man spürt auch sehr deutlich, wie gern sie ihre ihre Kia, Kaiwe und Koima mag.

Neben dem Melken, Käsen und Rinder beaufsichtigen muss Marianne noch Schwenden und müden Wanderern eine Stärkung reichen. Dass sie auch das hervorragend kann, davon durften wir uns bei einer gschmackigen Käsbrotzeit überzeugen.
Der abschließende Rundgang durch die Alm, den Stall und die Besichtigung des Käsekellers mit den vielen aufgereihten Käselaibern hat uns alle ganz begeistert.

Ein Bauer, der so eine Sennerin hat, kann sich glücklich schätzen! Wir waren es jedenfalls!


 
 Mo. 09. Juli 2018

Gegen oder für alles ist ein Kraut gewachsen

Ob Kopfschmerzen, Gicht, Frauenleiden oder sonstige Erkrankungen. Gegen oder für alles ist ein Kraut gewachsen. Man muss es nur kennen!

Und dafür hatten wir bei dieser Wanderung zwei echte Experten dabei: Dr. Günter und Beatrix Fleischmann, beide Apotheker aus Bad Aibling mit einem großem Wissen in Sachen Kräuter und Homöopathie.

Riechen und schmecken war angesagt. Hier eine Blüte zum Essen, dort eine zum Riechen, hier ein Blatt, das bei Bienenstichen hilt und dort ein Stängel, der spontan zu Energie verhilft, wenn man am Berg mal schlapp macht.
So groß das Wissen der beiden Referenten war, so groß war unser Interesse. Da wurde gerupft, gesammelt und gefragt, was das Zeug hält. Kaum zu glauben, was es auf unserem Weg zur Chiemhauer Alm alles am Wegesrand zu finden gab.

Geht man sonst oft achtlos durch den Wald und denkt nur an die Blumen auf der Alm, so wurden wir dieses Mal eines Besseren belehrt: Einbeere, Sanikel, Schachtelhalm, Greiskraut, Zahnwurz, Salomonssiegel, Haselwurz.... und noch vieles mehr, was es allein im Wald zu entdecken gab.
Auf den Almwiesen dann die Klassiker wie Blutwurz, Johannsikraut, Rotklee, Storchenschnabel, Heilziest, Dost, Schlangenknöterich... Wie gut, dass wir auf der Alm eine Einkehr und "Aufnahmepause" hatten!

Auf dass wir uns das eine oder andere neu hinzugekommene Kraut merken können! Zumindest diesen Bergsommer lang!

 


 
 Mo. 25. Juni 2018

Familienwanderung auf die Weissenalm

Schwierig waren sie schon ganz schön, die Fragen, die sich Chiemsee Alpenland für das OVB-Gewinnrätsel ausgedacht hatte. Aber es gab dann doch drei Familien, die sie gewusst hatten und in den Genuss einer Familienwanderung auf die Weissenalm kamen.

Dass die drei Familien wandererprobt waren, das merkte ich gleich nach den ersten Metern. Flott stürmten die Kinder los, so dass die Erwachsenen gerade noch mitkamen.
Die Kinder hatten ja auch alle Hände voll zu tun. Schließlich sollten Sie die vielen Fragen des von mir vorbereiteten Bergquiz beantworten. Neben der Frage, welche Spuren Kühe hinterlassen, sollten sie verschiedene Äste und Zapfen sammeln, Vogelstimmen erraten und Pflanzen suchen, die Kühe gar nicht gerne fressen....
Sichtlich interessiert waren die Kinder an den Ausführungen und Fragen zur Alm, so dass der Aufstieg zum Erlbergkopf recht kurzweilig war. Die Frage nach den beiden Seen im Tal war auch ganz schnell beantwortet, die Höhe der Kampenwand bereitete den Eltern dann schon ein bisschen Kopfzerbrechen. Obwohl die Eltern eigentlich als "Joker" gedacht waren.

Besondere Freude hatte der 5jährige Vitus an den wilden Erdbeeren, die er sich für den Gipfelaufstieg als Stärkung in den Mund schieben konnte. Georg, Jakob, Johanna und der kleine Simon waren hervorragende Kundschafter für den etwas zugewachsenen Abstiegsweg runter zur Weissenalm.
Hier angekommen hatten wir alle einen Mordshunger. Wie gut, dass die Sennerin Irmi schon ihre gschmackigen Brotzeitbrote hergerichtet hatte und wir sogar ihren selbst gemachten Mozarella genießen durfte.

Mit einem gemeinsamen Jodler verabschiedeten wir uns von der Irmi und der Weissenalm und traten den Rückweg ins Tal an. Ein rundum schöner Tag für Groß und Klein!


 
 Mo. 18. Juni 2018

1. Ratsch bei der Sennerin Katharina Kern

Ein Besuch bei der Sennerin von der Schweinssteigeralm ist immer ein Vergnügen! Nicht nur, weil Katharina so viel zu berichten hat, sondern weil auch die Wanderung zu ihr auf die Alm so wunderschön ist.

Besser hätten wir den Zeitpunkt nicht erwischen können! Der Weg durchs Arzmoos war an Blütenpracht nicht zu überbieten. Orchideen in unterschiedlichsten Farben, Waldvögelein und Arnika säumten unseren Weg.

Die jungen Kälber hatten eine riesen Freude über den Besuch und begrüßten uns mit ihren Gebimmle. Auch die Pensionspferde waren neugierig und ließen sich vor der Alm blicken. Der Wasserfall vom Arzmoos plätscherte nur so herab. Eine wahre Freude war die 2 stündige Wanderung rüber zur Schweinssteigeralm.

Bei herrlichstem Sonnenschein durften wir uns auf dem Hüttenbankerl nieder lassen und bekamen eine fürstliche Brotzeit gereicht. Brot, Käse, Wurst: alles aus der Region. Und während wir so speisten erzählte uns Katharina von ihrem Almalltag. Wann sie aufsteht, wieviel Tiere sie versorgen muss, was sie mit der Milch macht....  Jede Besucherin durfte fragen, was sie interessiert und obendrein durften wir noch einen Blick in ihre Hütte und den Stall werfen.

Ein rundum interessanter Almratsch und eine herrliche und sehr abwechslungsreiche Wanderung obendrein!


 
 Do. 14. Juni 2018

Unterwegs auf dem SalzAlpenSteig

Wer glaubt, dass der SalzAlpenSteig einfach bloß ein weiterer Weitwanderweg ist und eh nichts Neues zu bieten hat, der täuscht sich gewaltig.

Seit 2015 gibt es den SalzAlpenSteig, der in 18 Etappen von Prien am Chiemsee über Königssee zum Hallstätter See führt, grenzüberschreitend von Deutschland bis nach Österreich und immer auf den Spuren des Salzes.
Besonders reizvoll sind dabei die Etappen in den Chiemgauer Voralpen, weil sie in Ihrer Wegführung auch für Heimische etwas Neues zu bieten haben. Der SalzAlpenSteig e.V. beauftragte mich mit der Führung von zwei Tagestouren.

Die erste Wanderung startete in Aschau über den Fellerer, über Sagberg und den Zellboden hinauf zur Schmiedalm, dem höchsten Punkt. Dann über die wunderbare Kräuterwiese hinüber zur Käseralm. Weit war diese Etappe, die ein Teil der 4tägigen SalzAlpenTour rund um die Hochries ist. Aber dafür um so abwechslungsreicher und darüber hinaus ist diese Etappe sehr geschichtsträchtig. Nicht nur das Salz, das Erz und Holz waren unsere thematischen Begleiter, sondern natürlich auch die Herrschaft von Hohenaschau und die Säumer vom Samerberg.

Nicht weniger spannend war die Wanderung vom Museum Klaushäusl hinauf zum Strehtrumpf rüber bis zur Rachlalm, wo wir eine hervorragende Brotzeit serviert bekamen - spendiert vom SalzAlpenSteig e.V. . Der Weg hoch über der Staffnalm rüber zur Moier- und Hefteralm war eine Aneinanderreihung von Aussichtsplätzen.
Der abschließende Kaiserschmarrn in der Hefteralm war das "I-Tüpfelchen" einer wunderschönen und ebenso abwechslungsreichen SalzAlpen-Tagestour, die natürlich  auch mit allerhand Wissenswertem über die Almen und das Salz gespickt war.


 
 Mo. 04. Juni 2018

Lesung im Schusterhof in Bergen

Johanna Bauer las aus ihrem Buch "auf den Bergen wohnt die Freiheit"

Johanna Bauer, Jornalistin und selbst seit einigen Jahren den Sommer über als Sennerin auf der Alm, berichtete den rund 60 Zuhörern über das Leben der Sennerinnen in den bayerischen Alpen vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Welch ein Glück, dass Johanna Bauer an diesem Abend noch Zeit hatte, denn schon zwei Tage später sollte es auf ihre Alm in die Schweiz gehen.
Die Journalistin brachte uns an diesem Abend nicht nur sehr gut recherchiertes Hintergrundwissen zum Leben auf der Alm, sondern konnte auch von eigenen Erfahrungen berichten.

Besonders interessant und lebendig war die Bildreise durch die Sammlung von Alois Burmer, der es hervorragend verstand, das Klischee-Bild von der feschen Sennerin zu bedienen. Darin zeigte sich sehr gut, wie Wunsch und Wirklichkeit vom Bild der Sennerin stark verschwammen.

Ein herzliches Dankeschön an Johanna Bauer sowie an Anette Hagenau und Melina Mois von der Stadtbücherei Traunstein, durch deren Unterstützung die Lesung erst möglich war!


 
 Do. 24. Mai 2018

Frauenwanderung ins Enzianparadies Oberauerbrunstalm

"Wenn Frauen wandern, dann lacht der Himmel" und auch der Enzian!

Ein wahres Enzianparadies findet man normalerweise gegen Ende Mai auf der Oberauerbrunstalm. Der ganze Hang hinauf Richtung Hochplatte ist übersäht mit den herrlich blauen Blumen, die zu den ersten Frühlingsblühern auf den Almen zählen.
Aber nachdem wir heuer zwei Wochen früher dran sind als sonst, war der Enzian bei unserer Wanderung schon wieder auf dem Rückzug.
Die Sennerin, Maria, die uns bei unserer Ankunft so herzlich begrüßt hatte, gab uns noch den einen oder anderen Tipp, wo noch welche zu finden waren. Aber auch ohne Enzian wäre die Wanderung ein buntes Farbenspektakel gewesen: Teufelskrallen, Primeln, Kugelblumen, Flockenblumen......

So ein Anblick lässt Frauenherzen höher schlagen und wenn es dann auf der Alm noch frische Almnussen und einen Kaffee dazu gibt - von der Sennerin selbst gemacht - dann ist der Tag perfekt.

Ein weiteres tat die nette und ausgelassene Stimmung unter den Frauen, so dass es neben Infos zu Landschaft, Pflanzen und Kartenkunde auch viele gute Gespräche gab.

So hieß es dann auch zum Schluss "so einen Mittwoch nur unter Frauen - den gönne ich mir jetzt öfters".

 


 
 Mi. 07. März 2018

Ende der Schneeschuhsaison mit tollen Rückmeldungen

Eine wunderbare Schneeschuhsaison mit vielen Schneeschuhtouren geht für mich zu Ende. Herrlich schöne Schneeschuhtouren waren diesen Winter möglich, viele schöne Erlebnisse und ausgesprochen nette Begegnungen.
Der höchste Lohn ist es jedoch, wenn Teilnehmerinnen und Teilnehmer so zufrieden sind......

"Die Entdeckung der Schneeschuhe durch Dich und die wunderbaren Winterwelten, die man mit ihnen – in unserem Fall sogar fast vor der Haustür – erobern kann, war eine absolute Bereicherung für mich in diesem Jahr. Vielen Dank dafür!" (Brigitte 05.03.2018)"

"Ich bin dank Deiner Touren zu einem absoluten Schneeschuhtourenfan geworden. Eine ganz feine Sachen den Winter in den Bergen zu verbringen und von Dir entsprechend nahe gebracht. Danke noch mal und bis auf bald." (Elena 28.02.2018)

"Vielen tausend Dank, dass ist echt eine Freude und ein absolutes Rundumpaket was Du da bietest. Ich habe das We sehr genossen, spüre noch sehr nach nicht zuletzt in Form von Muskelkater.
Josefine ich habe selten so ein stimmiges "Konzept" (das Wort trifft es nicht ganz, da da Dein Herz nicht zum Tragen Kommt) erlebt.
Die Webseite ist so schön und macht Lust und hält was sie weckt und verspricht. Du hast Deine Philosopie und Persönlichkeit gut getroffen und transportiert. Der Schneeschuhschnuppertag.. toll.. mit all den Infos nebenher, gute Stimmung, Humor und gutes Gespür für die Gruppe und den Einzelnen.
Ich freue mich sehr auf Dich "gestossen" zu sein." (Beate 15.02.2018)

"Wir haben den Tag gemeinsam mit Euch sehr genossen. Großes Lob an die Führerin Josefine und den tollen Fotografen Sigi. Auch die Gruppe fanden wir sehr nett. Sprich ein rundum gelungener Tag, das machen wir auf jeden Fall wieder." (Susanne 19.01.2018)


 
 Mo. 05. März 2018

Tristmahlnalm - sonnige Frühjahrstour par excellence

Was für ein Geschenk nach einer Woche sibirischer Polarluft!

Eigentlich ist der Spitzstein ein klassischer Skitourenberg. Zahlreiche Skitourengeher tummeln sich an diesem Berg wegen seiner gut zu befahrenden Hänge. Aber auch der Schneeschuhgeher hat hier seine Freude.

Dass wir um diese Jahreszeit noch auf eine nahezu geschlossene Schneedecke trafen, war nicht vorhersehbar. Wunderbar vereist waren die Rinsale rund um den Prienursprung, aber darunter plätscherte es bereits. Unverkennbar, der Frühling steht vor der Tür. Rundherum Vogelgezwitscher. Auch sie waren froh, dass die eisige Kälte der vorangegangenen Woche endlich vorbei war.
So waren die Bedingungen hinauf bis zur Tristmahlnalm geradezu ideal. Eine feste tragfähige Schneedecke und milde Temperaturen mit Sonnenschein!

Sitzt man erst einmal auf dem Hüttenbankerl, will man nicht mehr weg. Wir konnten uns kaum satt sehen an der wunderbaren Aussicht auf Kaiser, Geigelstein..... Aber auch die Ruhe und Einsamkeit, die unberührten weißen Hänge bis hinauf zur Tristmahlnschneid.

Ein Platzerl, bei dem man ins Schwärmen kommt!


 
 Di. 27. Februar 2018

Eggenalm - ein Wintermärchen vom Feinsten

Wie so oft in diesem Winter war Sonnenschein angekündigt und wieder einmal kam es ganz anders...

Verheißungsvoll hatte die Fahrt hinauf zur Hindenburghütte begonnen. Neuschnee und Sonnenschein waren angekündigt. Bei der Ankunft war es auch blau, doch kurz darauf war es schon wieder vorbei mit dem Sonnenschein. Nebel den ganzen Tag, ganz zu Schweigen vom "Kaiserblick" auf der Eggenalm.
Doch wer glaubt, dass deswegen schlechte Stimmung herrschte, der täuscht sich!

Der pluvrige Neuschnee und die mit Raureif überzogenen Bäume sorgten für ein Wintermärchen, wie man es selten erlebt. Dicke Matten aus Schnee und Eis überzogen Fichten und Tannen, Lärchen und Sträucher waren eingehüllt in kleine Eisperlen und ringsherum unberührte Winterlandschaft und winterliche Ruhe. 

Dem entsprechend groß war die Freude beim Abstieg in das weiche fluffige Weiß zu springen, mit Leichtigkeit im Tiefschnee seine eigene Spur zu ziehen, im Tiefschnee zu versinken, auf dem Hosenboden runter zu rutschen.....

Schöner hätte es eigentlich nicht sein können!

 


 
 Di. 20. Februar 2018

O, schaurig ists, durch den Nebel zu gehn.

Wer aber glaubt, dass es im Nebel nichts zu sehen gibt, der hat sich gewaltig getäuscht....

Nicht dass die Staffnalmrunde an schönen Aussichten und Weitblicken nichts zu bieten hätte, weit gefehlt! Bis weit in die Berchtesgadener Berge kann man normalerweise schauen. Aber "normal" war dieses Mal nicht.

Gab es zu Beginn der Tour noch lichte Stellen am Himmel, so wurde es im Laufe des Tages immer düsterer. Ein Nebelmeer, wie ich es dort oben noch nicht erlebt hatte. Fast gespenstisch war die Stimmung. Die Gruppe wurde regelrecht vom Nebelmeer verschlungen. Das große Ganze verlor sich, dafür traten Details in den Blick: Äste, Bäume, Zäune umsponnen von einem feinen weißen Bart.

Es ist schon was dran an dem Spruch, dass ein jedes Wetter hat seinen Reiz hat! Man muss nur genau genug hinsehen.

 

 


 
 Mi. 14. Februar 2018

Schneeschuhschnuppern auf der Staffnalm - immer ein Vergnügen

Wieder hatten sich einige Schneeschuh-Neulinge gefunden, die es mal ausprobieren wollten. Wissen wollten, wie es so ist auf diesen "Dingern"...

Abseits geräumter Winterwanderwege unterwegs zu sein, eigene Spuren ziehen zu können und endlich nicht mehr im tiefen Schnee einsinken müssen, das waren die Gründe, warum der eine oder die andere zum Schnuppern gekommen waren.
Und man muss sagen, dass sie es recht ordentlich getroffen hatten. Freundlich empfing uns die Sonne oben auf der Staffnalm und nach ein paar Metern waren wir dann schon im unverspurten Weiß mit ca. 20 cm Neuschnee. Ganz fluffig lies es sich hindurch wandern.
Gewußt "wohin" und ein bisserl Muße muss man mitbringen beim Schneeschuhgehen, dann trifft man ohne Weiteres auf unberührten Schnee und freie Hänge.

Obendrein gab es auch noch eine großartige Aussicht auf die umliegenden Berge, bis zu den Loferer Steinbergen und weit in die Berchtesgadener. Einfach schön!

Nach der Mittagspause auf den recht improvisierten "Hüttenhockern" wurde das Wintermärchen dann ein bisserl "pappig". Ruckzuck verwandelte sich der schöne Pulver in Pappschnee. Der Himmel war nicht mehr ganz so blau und rechtzeitig beim Eintreffen in der Staffnalm fing es dann richtig dick zu schneien an.

Die Fahrt mit dem Sessellift ins Tal war ein lustiges Vergnügen. Wie gut, dass wieder "Nachschub" von oben kommt. Dann hat auch der nächste Schneeschuhgeher dasselbe Vergnügen wie wir!


 
 Di. 06. Februar 2018

Weiß - weißer - Chiemhauser

Dass die Chiemhauser Alm (fast) immer ein Garant für Schnee ist, das war ja bereits bekannt, aber was wir letzten Sonntag erlebten, war schon etwas ganz Besonderes...

Was anfänglich noch wie eine harmlose Schneeschuhtour aussah, entwickelte sich zu einem richtigen Abenteuer in Weiß.
Wie herrlich, dass es über Nacht fast 20 cm Neuschnee gab! Hänge und Wiesen waren noch unverspurt und so zogen wir hüpfenden Herzens durch die frische Pracht. Der Untergrund war fest und der Neuschnee sozusagen das "Sahnhehäubchen" obendrauf.
Doch dabei sollte es nicht bleiben. Kurz vor unserem Ziel, der Chiemhauser Alm, setzte weiterer Schneefall ein. Rund herum war alles weiß: Jacken, Rucksäcke, sogar die Brotzeit.... Doch das sorgte nicht für schlechte Stimmung. Ganz im Gegenteil! Alle hatten Ihre Freude mit diesem wunderbaren Schneeerlebnis. Erinnert es doch an Zeiten, wo man noch "Engel" in den Schnee machte.

Lachen und Begeisterung über dieses großartige Naturschauspiel standen allen im Gesicht, ganz zu schweigen vom Abstieg durch den herrlichen Pulver. Bei der abschließenden Einkehr im Café in Brem hatten alle ganz rote Gesichter - wie früher!


 
 Mo. 29. Januar 2018

Winterliche Ruhe rund um die Frasi

Kaum zu glauben, dass es rund um die Frasdorfer Hütte so viel Einsamkeit gibt. Ein Gefühl, als wäre man irgendwo im Hohen Norden unterwegs.

Zugegeben, das Wetter war nicht so gut, wie angekündigt und bis zum Zellerbauern mussten wir die Schneeschuhe tragen, aber danach ging es richtig rein in die unberührte Winterlandschaft.

Was für den Tourengeher eher hinderlich ist, ist für den Schneeschuhgeher die größte Freude: wellige und relativ flache Wiesenhänge und davon gibt es rund um die Frasdorfer Hütte genug. Schon der Anstieg über die herrlich geschwungenen Hänge hinter der Schmidalm sind eine Erkundung wert. Ganz nebenbei entdeckten wir einen kleinen Badeteich, der natürlich dick zugefroren war. Der Blick vom Kreuz war eher dürftig, aber dafür wurde es dann wieder spannend, als wir durch das lichte Almgelände rüber zur Frasdorfer Hütte spurten.

Ganz ruhig war es hier heroben. Vor allem, als wir nach der Einkehr in der Frasi rüber zur Hofalm unsere Spuren in den Schnee zogen. Kein Mensch weit und breit, nur wir und die weiten Hänge und Flächen rund um die Hofalm.

Kaum zu glauben, wenn man weiß, was hier im Sommer immer los ist. Wie schön, dass es den Winter gibt!


 
 Di. 23. Januar 2018

Heldinnen und Helden des Schnees

Normalerweise würde man sich bei so einem Wetter noch mal im Bett umdrehen. "Warum tue ich mir das an" hieß es da noch am Parkplatz, doch kaum standen wir in den Schneeschuhen, waren alle für das Abenteuer bereit.

Über Nacht hatte es mächtig geschneit auf dem Samerberg. Wie gut, dass der Weg hinauf zur Wagneralm erst einmal durch dichten Wald ging, so konnten wir uns langsam daran gewöhnen, was uns im Laufe des Tages noch erwartete: ein echtes Winter-Abenteuer!

Auf Höhe der Wagneralm hatte es dann schon fast einen halben Meter Neuschnee und nach der Alm gab es auch keine Spur mehr, sondern nur noch unsere eigene. Tapfer wechselten sich die Frauen ab - eine um die andere - und spurten in dem Meer von Schnee. Als wir dann zu den freien Wiesen der Käsalm kamen, kam auch noch ein sauberer Wind dazu. Verhältnisse, wie man sie sonst nur aus Filmen kennt. Doch niemand wollte die von mir angebotene Abkürzung wählen. Alle wollten sie bis zur Schwarzrieshütte.

Dort angekommen staunten die Wirtsleute nicht schlecht, ob der schneidigen Frauen und Männer. Der Rudi bekam natürlich auch noch seinen Einsatz, er spurte wacker in der "windigsten" Passage. Wie praktisch, dass er wegen seiner Größe ein wunderbarer Windschutz für den Rest der Gruppe war.

So hatten alle ihren Platz und waren sichtlich begeistert über das einmalige Schnee-Abenteuer mitten im Chiemgau!

 


 
 Mo. 22. Januar 2018

Winterwandern und Jodeln auf der Käseralm

Wie bestellt ist es weiß geworden am Samerberg und so war es eine richtige Winterwanderung zur Käseralm.

Während es zu Beginn noch kaum 10 cm Neuschnee war, wurde es mit zunehmender Höhe mehr Schnee.  Herrlich verschneit war der Wald, die Kräuterwiese eine unberührte große weiße Wiese, zahlreiche Bächlein rauschten und das Stapfen durch den Schnee machte der Gruppe sichtlich Freude.

Die Lungen waren also schon mal geweitet für das spätere Jodeln in der Käseralm. Vorher aber tischten uns die Wirtsleute noch feine Kaspreßknödel mit Kraut auf und für die Süßen gab es sogar noch einen Kaiserschmarrn. Als alle satt und zufrieden waren ging es dann ans Jodeln.

Ruth machte zu Beginn einige Stimmbildungsübungen, damit die Stimmbänder locker werden und das Jodeln leichter geht. Dann kamen auch schon die ersten einfachen Jodler wie der Hochrieser, den wir zu Ehren der Hochries sangen. Der Einstieg fiel allen recht leicht, auch unserer Französin Paricia, die den Tag von Ihren Freunden geschenkt bekommen hatte und für die das Jodeln wegen der ungewohnten Laute sicherlich die größte Herausforderung war.

Ruckzuck waren die drei Stunden Jodelunterricht um und schon ging es wieder zurück nach Grainbach. Sichtlich beglückt und mit einem Jodler auf den Lippen wurden aus den Jodel-Neulingen echte Jodel-Begeisterte!


 
 Mo. 15. Januar 2018

Raureifzauber auf der Chiemhauser Alm

Jedes Wetter hat seinen Reiz. Dass das nicht nur so dahin gesagt ist, zeigen die Eindrücke von der Schneeschuhtour auf die Chiemhauser Alm.

Eigentlich waren alle davon ausgegangen, dass es keinen Schnee mehr hat. Aber in Hinterwössen ist das immer ein bisserl anders....
Es war tatsächlich so, dass wir im unteren Teil die Schneeschuhe auf den Rucksack schnallen mussten, aber nicht lange. Verhältnisse wie bei einer Frühjahrstour waren das: Unten plätscherten die Bächlein und erste Schlüsselblumen wurden gesichtet. Im oberen Teil kam er aber dann der Schnee und nicht zu knapp. Die Schneedecke war hart und fest, so dass es ein leichtes war über die freien Almwiesen und Hänge aufzusteigen. Keine Spur zu sehen. Außer die von Hirsch und Reh.

Wenn sich auch die Sonne den ganzen Tag nicht blicken ließ, so hatte auch diese Schneeschuhtour ihren Reiz. Die Bäume waren überzogen mit Raureif - die großen Ahornbäume wirkten in dem gefrorenen Winterkleid noch beeindruckender. Oben auf dem Hochplateau hatte sich ein kleiner gefrorener See gebildet, umringt von den großen Riesen mit ihrer eisigen Pracht. Und weit und breit niemand unterwegs. Was für eine schöne winterliche Einsamkeit und das mitten im sonst so belebten Chiemgau.

Ein echter Geheimtipp für Ruhesuchende und Naturliebhaber!


 
 Mo. 08. Januar 2018

Wer wagt, gewinnt!

Tief "Burglind" mit Orkanböen und Dauerregen im Alpenraum waren die Vorboten dieser Schneeschuhtour. Eigentlich wurden alle nur bedauert, dass sie am Freitag für die Schneeschuhtour zur Dürnbachalm angemeldet waren.

Wieder einmal ist es im Chiemgau sehr grün geworden und der Schnee hat sichtlich den Rückzug angetreten. Doch Reit im Winkl scheint von diesem Phänomen nicht betroffen zu sein. In Reit im Winkl gibt es eigentlich immer Schnee - auch wenn das für Münchner Teilnehmer manchmal sehr schwer vorstellbar ist.

Bei der Ankunft am Parkplatz Seegatterl herrschte noch der bekannte Trubel des Skitourismus, aber nur wenige Meter abseits begann bereits das Winterparadies. Dick verschneite Bäume und der rauschende Dürnbach verzauberten den schönen Steig hinauf zur Dürnbachalm in ein richtiges Wintermärchen.
Als dann auf Höhe der Dürnbachalm auch noch tatsächlich die Sonne heraus kam und alles in ein glitzerndes Weiß-Blau verwandelte, war die Freude groß. Herrlich der Blick rüber zu den Loferer Steinbergen, über die tief verschneite Winklmoosalm und die gegenüberliegende Steinplatte.

Eine abschließende Einkehr in der Traunsteiner Hütte und der Genuß von Spinatknödeln und hausgemachtem Kaiserschmarrn auf der Hüttenterrasse rundeten den Tag ab.

Susanne war sich sicher, dass die Kolleginnen ganz schön staunen würden. Hatten sie doch noch am Tag zuvor ihr Mitleid bekundet. Aber auch wir konnten es selber kaum fassen, in was für einem Wintermärchen wir gelandet waren.


 
 Sa. 30. Dezember 2017

Eggenalm - eine Winterlandschaft wie im Bilderbuch

"Wintertraum mit Kaiserblick" hieß es in der Ausschreibung - in Wirklichkeit war es weit mehr: ein einziges weiß blaues Wintermärchen.

So eine Punktlandung hat man ganz selten! Und wenn einem dieses Glück auch noch zum Abschluss des Jahres widerfährt, dann kann das neue Jahr eigentlich nur gut werden.

Jedenfalls waren wir alle wie berauscht von den gut 50 cm Neuschnee, die es rund um die Hindenburghütte hatte und rechtzeitg zu unserer Schneeschuhtour auf die Eggenalm zeigte sich dann obendrein noch die Sonne.

Von einer Spur weit und breit nichts zu sehen. So mussten wir uns den Aufstieg selber spuren. Eine echte Herausforderung! Teilweise standen wir bis zu den Oberschenkeln im Schnee. Wie gut, dass ich das nicht alleine machen musste, sondern tatkräftig unterstützt wurde - von den Männern und den Frauen.

Als dann noch die Sonne raus kam und die weiße Pracht in ein glitzerndes Wintermärchen verzauberte, waren alle voll des Lobes: "Des is ja heit wia in da Ausschreibung - guat host des gmacht".

Ja, so ein Tag ist ein wahrlich berauschendes Erlebnis, das nimmt man mit, davon kann man lange zehren!


 
 Do. 28. Dezember 2017

Wer glaubt denn so was?

Erst hatte es so schön geschneit, doch rechtzeitig zu den Feiertagen wurde es dann doch wieder grün - aber nur im Tal. Wie gut, dass es die Staffnalm gibt....

An Weihnachten war es wieder föhnig warm, so wie wir es kennen. Aber zum Glück hatte es Wochen zuvor so viel geschneit, dass es in den Bergen eine ordentliche Grundlage gibt.
Wie schön, wenn man da mit dem Sessellift auf knapp 1000m hinauf fahren kann und wie von Zauberhand Schnee unter den Füßen hat. Die Schneedecke rund um die Staffnalm hatte sich gut gefestigt, so dass wir beste Bedingungen für unser Schneeschuhschnuppern hatten. Wo der Fußgänger einsinkt, bleibt der Schneeschuhgeher oben. Deshalb ist es auch so ruhig hier heroben.
Wieder mal waren wir die Einzigen, die über die freien Almwiesen und vorbei an den im Sommer sehr belebten Hütten ihre Spuren zogen.

Zum Schluss gab es sogar noch Sonnenschein und freien Blick auf den Chiemsee. Was für ein Kontrast! Wir kamen uns vor, wie in einer anderen Welt.

Die Schneeschuh-Neulinge waren allesamt sehr angetan von der neuen winterlichen Fortbewegungsmöglichkeit - aber nicht nur davon, sondern natürlich auch von der abschließenden Preiselbeertorte auf der Staffnalm.